Transavia

Business Traveller statt Ski-Touristen

Roy Scheerder, Vertriebschef bei Transavia.
Andreas W. Schulz
Roy Scheerder, Vertriebschef bei Transavia.

Der holländische Billigflieger, der ab München in 18 europäische Ziele fliegt, setzt auch auf Geschäftsreisende. Weitere deutsche Abflugziele sind geplant.

In ihrem Heimatmarkt Niederlande ist Transavia seit gut 50 Jahren bekannt. Mit immerhin 71 Boeing-Jets in Holland und mit ihrer französischen Tochter bringt es die Gesellschaft auf gut 11,5 Mio. Passagiere pro Jahr, eine beachtliche Größe im hart umkämpften Feld der Billigflieger in Europa.

Mit der kurz bevorstehenden Eröffnung ihrer ersten deutschen Basis in München begibt sich die selbstbewusste Low Cost Airline nun auf etabliertes Lufthansa-Territorium. Vier Boeing 737 mit jeweils 189 Sitzen und zunächst 18 europäischen Zielen sollen den „Claim München“ für die Air France/KLM-Tocher festigen. Hierzulande ist Transavia ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Vor einigen Jahren hatte sie versucht, Wintersportler saisonal von Hamburg und Berlin nach Innsbruck zu begeistern, aber sich dann wieder zurückgezogen.

Ziele wie Eindhoven, Brüssel und Kopenhagen

Roy Scheerder, Chief Commercial Officer bei Transavia, will nun nicht mehr nur als touristischer Billigflieger wahrgenommen werden. „Unsere Ziele wie Eindhoven, Brüssel oder Kopenhagen sind auch für Geschäftsreisende interessant“, wirbt Scheerder. „Wir sind über alle gängigen Reservierungssysteme buchbar, und auch die Airplus-Card ist dabei.“

Transavia habe sich für München entschieden, „da wir hier einen guten Mix aus Geschäfts- und Urlaubsreisenden mit hoher Kaufkraft haben und Low Cost Airlines noch nicht stark vertreten sind.“ München sei zudem selbst ein sehr attraktives Reiseziel und „wir hoffen auf ein ausgewogenes Verhältnis von Fluggästen, die von oder nach München reisen“.

Erfahrung mit Großflughäfen

Das Unternehmen hat Erfahrung mit Großflughäfen und vergleicht die Kosten in München mit denen ihres Heimatflughafens Amsterdam. Firmenkunden wie Siemens stehen auf der Wunschliste der Airline. Scheerder gibt sich sicher, dass das noch bestehende Markendefizit in Deutschland mit der starken Präsenz bald abgebaut werde, und dass die Münchner Basis der Anfang einer weiteren Expansion auf dem deutschen Markt sein kann.

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