Tagungen und Events

Mice-Geschäft soll erst 2021 wiederkommen

Volle Ränge bei der 75. Iata-Jahrestagung in Seoul – das ist zur Zeit nicht denkbar.
Andreas W. Schulz
Volle Ränge bei der 75. Iata-Jahrestagung in Seoul – das ist zur Zeit nicht denkbar.

Laut einer Morgan-Stanley-Umfrage wollen im zweiten Halbjahr 2020 nur zehn Prozent der Unternehmen Konferenzen ausrichten; für 2021 planen dies es dann wieder 83 Prozent.

Für dieses Jahr muss sich die Mice-Branche noch auf eine Durstrecke einstellen. Der Umfrage des US-Beratungskonzerns Morgan Stanley zufolge wollen nur zehn Prozent der Unternehmen noch in diesem Jahr größere Tagungen, Konferenzen oder Events ausrichten – und nur 15 Prozent wollen ihren Mitarbeitern die Teilnahme an solchen Veranstaltungen erlauben.

Erst 2021 soll sich die Situation dann wieder verbessern. In der Umfrage unter 200 Travel Managern sagten 83 Prozent, dass sie im kommenden Jahr ihre Mice-Veranstaltungen wieder ausrichten werden. Und sogar 91 Prozent wollen ihren Beschäftigten erlauben, an Fremd-Events teilzunehmen. Voraussetzung sei aber, dass sich die Corona-Lage bis dahin massiv verbessert habe, sagten 58 Prozent der Befragten, sprich: Impfungen oder Medikamente vorhanden sein werden.

Morgan Stanley hat 200 Travel Manager befragt, die Hälfte von ihnen in den USA und jeweils ein Viertel in Europa und Asien.

Wie bereits berichtet, hatten in derselben Umfrage die Travel Manager betont, dass sie damit rechnen, mittelfristig 19 Prozent der bisher persönlich vorgenommenen Geschäftsreisen durch Webkonferenzen zu ersetzen.

Abkehr von Sharing-Wohnungen

Ebenfalls wird aus der Umfrage eine weitere Abkehr der Unternehmen von der Sharing Economy im Unterkunftsbereich deutlich. Etwa jeder vierte Reiseplaner (24 Prozent) sagte, künftig auf diese Wirtschaftsform verzichten zu wollen. Die Sorge um mögliche Ansteckungen mit Corona in geteilten Wohnungen sei zu groß.

Nur 27 Prozent wollen an der Erlaubnis in ihren Reiserichtlinien nichts ändern, 7 Prozent wollen Sharing Economy verstärkt nutzen, und bei 41 Prozent der Unternehmen ist sie sowieso schon in den Richtlinien verboten. Gleich 91 Prozent der befragten Travel Manager gaben jedoch an, grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Hygiene und Sauberkeit bei Airbnb & Co zu haben.

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