Sonderbemalung (mit Bildergalerie)

ANA holt bei Airbus ersten Riesenflieger ab

Rollout des ersten A-380 von ANA begleitet von Trommelklängen bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder.
Andreas W. Schulz
Rollout des ersten A-380 von ANA begleitet von Trommelklängen bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder.

„Lani“, „Kai“ und „Ka La“ sind die kommenden Flaggschiffe von Japans größter Fluggesellschaft All Nippon Airways. So heißen die drei Airbus A-380, die vom Frühjahr 2019 an Urlauber von Tokio nach Honolulu fliegen.

„Die drei Großraummaschinen werden den Reisenden in einer speziell konzipierten Vier-Klassen-Kabine schon beim Einsteigen ein hawaiianisches Urlaubsgefühl geben“, wie es Didier Evrard, Chef der zivilen Airbus-Flugzeugprogramme bei der Rollout-Zeremonie in Hamburg-Finkenwerder vorschwärmte. Die jetzt als erste Maschine vorgestellte „Lani“ (was soviel wie blauer Himmel auf Hawaiianisch bedeutet) ist in blauen Farben gehalten und zeigt eine lustige Seeschildkröten-Familie, die in den Meeren um Hawaii anzutreffen ist. Die in grün-türkis gehaltene „Kai“ (Ozean) kommt Mitte des Jahres dazu, gefolgt zum Jahresende von der dritten Maschine Ka La (Sonnenuntergang) in satten orange-Tönen, alle mit dem identischen Seeschildkröten-Motiv „Flying Honu“, wie es im Japanischen genannt wird.

Für Airbus war die Vorstellung der ANA A-380-Sonderlackierung schon ein besonderer Moment, denn ANA ist mit Abschluss der Verkaufsverhandlungen Anfang 2016 der letzte neue A-380-Kunde geblieben. Auch wenn Antonio Da Costa, VP Product Marketing bei Airbus, auf die vielen unbestreitbaren Vorzüge des Riesenvogels bei der Präsentation erneut verwies, gibt es bislang außer von ANA und Emirates keine A-380-Neubestellungen mehr. Zweistrahlige Fernstrecken-Jets, sowohl von Airbus als auch von Boeing, stehen in der Gunst der Airlines unangefochten oben.

In Sonderbemalung: Erster A-380 an ANA ausgeliefert


So sollen jetzt die bunt bemalten A 380 auch so etwas wie der neue Botschafter in Fernost sein, denn selbst in einem Land wie Japan, das für Großraumgerät schon immer prädestiniert war, hat es sehr lange gedauert, bis ein Kunde endlich gewonnen werden konnte. ANA erhofft sich, mit den ausschließlich auf der so beliebten Ferienstrecke zwischen Tokio (Narita) und Honululu eingesetzten A-380 weitere Passagiere anzulocken. Mit den speziell für Familien, Paare und Frischverheiratete ausgelegten Kabinen-Designs sowie vielfältigen Service-Angeboten soll Urlaubs-Feeling aufkommen. Für Yutaka Ito, Chef bei ANA für Product Services und Marketing, steht fest, „dass der Airbus A-380 ausschließlich auf der ertragreichen und hoch frequentierten Strecke zwischen Japan und Hawaii fliegen wird“. Ein klarer Wettbewerbsvorteil für ANA. So hofft auch die ANA Marketing-Chefin für Europa, Nanako Murakami, mehr Fluggäste aus Europa, die nach Hawaii möchten, und traditionell über die USA einreisen, über Tokio zu befördern.

Jedenfalls wird für die fünf-Sterne Airline ANA die Einführung des Airbus A-380 im kommenden Jahr ein prestigeträchtiger Termin sein, und er wird auch etwas mit über die Zukunft des Airbus A-380 Projekts aussagen können: denn sollte der A-380 im Markt voll angenommen werden und wirtschaftlich erfolgreich sein, sind weitere Bestellungen nicht auszuschließen – hofft man zumindest bei Airbus.

In Sonderbemalung: Erster A-380 an ANA ausgeliefert


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