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Schweden plant Nachtzug zwischen Köln und Malmö

Straßenfest in Malmö
Sanna Dolck/Mamö Festival
Straßenfest in Malmö

Diese Verbindung beurteilt die schwedische Regierung als die attraktivste. Ein 100-seitiger Bericht hatte mögliche Strecken untersucht.

Sollten die Planungen reibungslos verlaufen, könnte die Strecke bereits 2022 oder 2023 in Betrieb gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der schwedischen Verkehrsverwaltung. Voraussetzung ist auch, dass sich Schweden und Deutschland rasch in rechtlicher Hinsicht einigen. Die Betreiber müssten dann ausgeschrieben und Fahrzeuge müssten bereitgestellt werden.

Die schwedische Regierung will mehr Nachtzuglinien auf das europäische Festland einrichten, um Alternativen zum Fliegen zu bieten. Wichtigstes Projekt ist demnach die Linie Malmö–Köln. Grund: Von der Domstadt aus lassen sich Anschlüsse nach Amsterdam, Brüssel, Paris und London gut erreichen. Der Nachtzug soll über die Öresundbrücke fahren. Damit könnte er auch in Kopenhagen halten.

Auf dem zweiten Platz landet der Untersuchung zufolge eine Verbindung Stockholm–Hamburg. Von Branchenexperten war diese zunächst favorisiert worden. Köln bietet jedoch größeres Potenzial, vor allem wegen der Anschlusszüge.

Derzeit verkehren 16 Nachtzuglinien durch Deutschland. Ganz neu hinzugekommen ist die Verbindung Wien–Brüssel (via Nürnberg, Frankfurt/Main (Süd) und Köln) sowie Innsbruck–München–Brüssel. Betreiber sind die ÖBB.
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