Saisonarbeiter

Eurowings holt Erntehelfer nach Deutschland

Geschäftsreisen der anderen Art: Die Lufthansa-Tochter soll insgesamt 80.000 Menschen überwiegend aus Rumänien und Polen einfliegen.

Bereits seit Wochen schlagen die Bauern in Deutschland Alarm: Ihnen fehlen wegen der Einreisesperren mehrere Hunderttausend Erntehelfer aus Osteuropa. Zwar erklärten sich inzwischen etliche Deutsche bereit, die Landwirte zu unterstützen. Das reicht aber vorn und hinten nicht. Die Gefahr besteht, dass große Teile der Ernte vergammeln und nicht in die Lebensmittelmärkte gelangen.

Nun dürfen 80.000 Hilfskräfte eingeflogen werden. Das erlaubt die Bundesregierung. Sie sollen sowohl bei der Ernte von Spargel, Rhabarber, Salat, Erdbeeren und Gurken als auch beim Pflanzen von Salat, Kohl und viele andere Gemüsearten helfen.

Auf einer „Erntehelfer-Website“ von Eurowings können Bauern ihren konkreten Bedarf an Sitzplätzen und den gewünschten Start- und Zielflughafen angeben. Als aktuell geplante Abflughäfen gelten Iasi, Temeschwar, Hermannstadt, Klausenburg und Bukarest. Gelandet werden soll in Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig und Nürnberg.

Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, wohnen die Menschen strikt getrennt von anderen Beschäftigten. Zugleich dürfen die Zimmer nur mit halber Kapazität belegt werden.
stats