Regionalflughafen

Zweibrücken ist insolvent

Der verschuldete Flughafen hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Zuvor hatte die EU gefordert, Zuschüsse in Millionenhöhe zurückzuzahlen.

Der Flughafen Zweibrücken teilte mit, dass einer geordneten Abwicklung seitens der EU-Kommission nicht zugestimmt wurde. Damit sei der Weg zum Insolvenzgericht unausweichlich gewesen. Der Antrag wurde beim Amtsgericht der Stadt gestellt. Die Mitarbeiter waren bereits am Dienstagabend informiert worden.

Die EU-Kommission hatte Beihilfen seitens des Landes Rheinland-Pfalz einen Riegel vorgeschoben. Stattdessen fordert sie eine Rückzahlung der Zuschüsse für die vergangenen Jahre in Höhe von 55 Mill. Euro. Untersucht worden waren Betriebsbeihilfen und Mittel für Infrastruktur und Marketing. Wie der SWR berichtet, will die Stadt gegen den Bescheid der EU klagen, sobald er eingegangen ist. Zur Begründung hieß es, dass die Verordnung, auf die die EU sich berufe, erst seit Februar in Kraft sei.

Der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) erklärte, dass die Mitarbeiter zunächst ihren Job behalten würden. Zweibrückens Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) kündigte Medienberichten zufolge am Montag eine Demonstration gegen die Insolvenz an.

Der Airport Zweibrücken liegt nur gut 30 Kilometer vom Flughafen in Saarbrücken entfernt. Beide Flughäfen arbeiten nicht rentabel. Der negative Bescheid der EU wird auch damit begründet, dass die neue EU-Flugleitlinien eine Subventionierung zweier Flughäfen in einer Nähe von weniger als 100 Kilometern verbietet. In den vergangenen Monaten war daher eigentlich an einer Kooperation der beiden Airports gearbeitet worden

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats