Prognose

Das kosten Hotelzimmer 2020

So teuer wie in New York sind die Hotels weltweit fast nirgendwo. Immerhin: 2020 sollen die Preise um 3% fallen.
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So teuer wie in New York sind die Hotels weltweit fast nirgendwo. Immerhin: 2020 sollen die Preise um 3% fallen.

Während der weltweite Hotelbau-Boom anhält, wächst die Nachfrage bei den Geschäftsreisenden nicht im selben Ausmaß. Laut GBT Hotel Monitor sind die Spannungen im internationalen Handel Schuld.

Die Hotelpreise in den wichtigen Geschäftsreisestädten der Welt werden 2020 lediglich leicht steigen, wie der Hotel Monitor 2020 von American Express Global Business Travel (GBT) prognostiziert. "Trotz der Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor Herausforderungen steht, wächst die Zahl der Menschen, die geschäftlich und privat unterwegs sind", sagt Joakim Johansson, Vice President Global Business Consulting. „In den meisten Städten hat die große Zahl geplanter Hotel-Neueröffnungen allerdings zur Folge, dass dieses hohe Nachfrageniveau nicht zu großen Preiserhöhungen führen wird.“

Europa: In den wichtigsten Reisestädten steigen die Zimmerpreise nur leicht. Gründe sind geringeres Wachstum, Unsicherheit über den Brexit und allgemein schlechterte Konjunkturaussichten. Andererseits erreicht die Zahl der Hotels in Europa ein Rekordniveau. Deutschland führt den Boom mit 379 geplanten Projekten an.



Deutschland: Die vielen Neueröffnungen, unter anderem IHG, Intercity, Leonardo, Melia, Niu und NH, werden Preissteigerungen in Frankfurt dämpfen. Die Münchner Hotelpreise werden sich trotz der ganzjährig anhaltenden Nachfrage voraussichtlich nicht ändern. Am oberen Ende der Skala hat die Eröffnung mehrerer Premium-Hotels in den Jahren 2018 und 2019 den Spielraum für Ratenerhöhungen eingeschränkt.

Diese Preisentwicklung erwartet GBT:

Berlin: + 2%
Düsseldorf: + 2%
Frankfurt am Main: + 1%
Hamburg: + 2%
Köln: + 1%
München: +/- 0%
Stuttgart: +/- 0%    

Nordamerika: Die Zimmerbelegung in den USA ist eher gering, zugleich aber sind etliche Hotels im Bau. Das verschärft den Wettbewerb. In Kanada allerdings ist wegen der sehr guten Wirtschaftsleistung mit höheren Preisen zu rechnen. Insgesamt in Nordamerika steigen die Preise stark in Chicago, San Francisco und Toronto. Günstiger wird es in New York.



Südamerika: Wegen der Wirtschaftsprobleme und politischer Krisen entstehen kaum noch neue Hotels, die Nachfrage jedoch wächst. Daher dürften die Preise auch 2020 steigen. Für Bogoto wird ein Plus von 4%, für Mexiko City von 3%, für Santiago um 4% und für Sao Paulo um 5% prognostiziert.

Nahost/Afrika: In Nahost boomt der Hotelbau, vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bis auf Dubai, wo 2020 die Expo stattfindet, übersteigt das Angebot die Nachfrage deutlich. Einen Preissturz wird Doha erleben (minus 10 Prozent), aber auch in Riad (minus 8 Prozent) wird es deutlich günstiger. In Afrika steigen die Preise – in Johannesburg um 4 Prozent.

Asien/Pazifik: Tausende neuer Hotelzimmer entstehen jährlich in den großen Städten – die Nachfrage wächst allerdings noch mehr. Ganz besonders in Indien und Japan dürfte es daher teurer werden. Für Bangalore sagt GBT ein Plus von 5%, für Tokio um 4% voraus. Ganz besonders in Indien erleben die innerindischen Flüge einen nie dagewesenen Boom.



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