Online-Plattformen

Hotelportale mit frischen Ideen

Kurzfristig die Belegung steigern, ohne die Best-Price-Raten öffentlich zu unterbieten: Gleich zwei neue Online-Portale wenden sich mit dieser Idee an Hotelbetreiber.

hipaway.com und betandsleep.com, und sie wenden sich an Hotels, die ihre Auslastung durch preisgünstigere Zimmerangebote zwar steigern, dabei aber nicht öffentlich ihre Ratenparitäts-Strategie oder ihre Best-Price-Angebote konterkarieren wollen. Das Prinzip der beiden Portale unterscheidet sich allerdings: Während bei hipaway Hotels Billigraten anbieten können, ohne dass der Nutzer den Namen des Hauses kennt, bietet der User auf betandsleep.com für seine Übernachtung und kann mit Glück den Zuschlag erhalten.

Betandsleep, das in Hamburg sitzt, verspricht Vier- und Fünf-Sterne-Häusern sowie Boutique- und Design-Hotels eine kurzfristig höhere Belegung durch individuelle Rabatte. Die Funktionsweise: Der registrierte Kunde legt Reiseziel, Zeitraum, Personenanzahl und Sternekategorie fest. Daraufhin gibt er den gewünschten Preis pro Nacht an, den betandsleep auf eine Übereinstimmung mit den vorhandenen Angeboten überprüft.

Kunde bestimmt den Preis selbst

Bei der Entwicklung des Konzepts für betandsleep.com erhielt das Unternehmen rund um die Gründer Alexander Penk, Moritz Finke und Steven Smith Unterstützung von Betreibern von Interconti- undf Sofitel-Hotels sowie des Grand Elysée Hamburg. Bei erfolgreicher Vermittlung zahlen die Hotels eine Provision an betandsleep.com..

Hotelname wird nicht genannt

Genau so finanziert sich auch das ebenfalls frisch online gegangene Portal hipaway.com um die Berliner Gründer Adrian Graf und Philipp Hahn. Mit seiner Hilfe könnten Hotels ihre Überkapazitäten abbauen, indem sie über das Portal um bis zu 50 Prozent reduzierte Raten gegenüber dem Best Price anbieten, dabei aber nicht öffentlich ihre Paritätsstrategie durchbrechen. Denn hipaway nennt auf seiner Seite zwar Ort, Umgebung, Ausstattung und Tripadvisor-Bewertung des Hauses, verrät jedoch dessen Namen nicht. Allerdings können User in einem geografisch eng begrenzten Umfeld von 1 km innerhalb einer Stadt suchen. Auch werden nur solche Häuser ins Portfolio aufgenommen, die bei Tripadvisor gut bewertet werden.

"Der Online-Hotelmarkt kommt derzeit schwer in Bewegung", sagt Hahn: "Da tut sich eine Menge." Für Hotels sehen die Portalbetreiber den größten Gewinn darin, dass der Kunde, der zunächst sehr billig gebucht hat, zu einem späteren Zeitpunkt als Normalzahler wiederkommt, da er den Service und die Qualität des Hauses erlebt und als positiv empfunden hat. Zugleich schade das Hotel durch die Anonymität auf der Angebotsseite (hipaway) beziehungsweise den registrierten User-Kreis (betandsleep) nicht seinem Image. Bislang bietet Hipaway etwa 500 Hotels in 10 Städten an, bei Betandsleep sind es 90 in 6 Städten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats