Nürnberg

Wegen Bombendrohung: ICE evakuiert

Der Zug wurde kurz vor Nürnberg gestoppt. Alle Fahrgäste mussten aussteigen. Eine Bombe wurde bei der Durchsuchung des ICE aber nicht gefunden.

Nach einer Bombendrohung ist ein ICE kurz vor Nürnberg gestoppt worden. Der ICE 706 aus München mit Fahrtziel Hamburg ist mittlerweile im Hauptbahnhof und dort evakuiert worden. Alle 300 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Dieser wurde mit Spürhunden untersucht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Alle Reisenden hätten die Waggons verlassen können. Eine Bombe wurde jedoch nicht gefunden.

Wer und wie die Drohung ausgesprochen wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Rund 40 Polizeibeamte waren im Einsatz. Bombendrohungen können mit Haft bis zu 3 Jahren geahndet werden.

Die Fahrgäste hätten einen nachfolgenden ICE nutzen können, sagte eine Bahnsprecherin. Drei Fernzüge mussten nach ihren Angaben umgeleitet und mehrere Regionalzüge zurückgehalten werden.

Die Bombendrohung rief Erinnerungen an einen Vorfall von Anfang Oktober vergangenen Jahres wach. Ebenfalls auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg–München war damals mit einem Drahtseil über der Strecke ein Anschlag verübt worden. Ein ICE raste nachts in das über den Gleisen gespannte Seil. Der Zug wurde beschädigt, verletzt wurde niemand. (dpa)

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