Nach Skywork

Auch VLM ist pleite

Der zweite Regionalflieger binnen weniger Tage meldet Insolvenz an: Die mit großen Plänen neu gestartete flämische Airline VLM wird liquidiert.

Der Preiskampf am Himmel fordert ein weiteres Opfer: Die flämische Regionalfluggesellschaft VLM ist am Ende. Das hat der niederländisch-chinesische Eigentümer SHS beschlossen, der die Airline kürzlich übernommen hatte. Er war mit großen Plänen gestartet: VLM sollte ein umfassendes Netz an Regionalflugstrecken in Europa aufbauen und in einem zweiten Schritt China anfliegen, um asiatische Touristen nach Europa zu holen. Drehkreuze waren Maribor an der Drau in Slowenien und das belgische Antwerpen.

VLM hatte bereits einmal vor zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Damals mussten etwa die erst frisch aufgenommenen Flüge ab Friedrichshafen wieder gestoppt werden. Die Konkursmasse wurde von Niederländern und Chinesen übernommen. Kürzlich nun wurde der Neustart gewagt: mit Strecken unter anderem zwischen Rostock und Köln sowie von München nach Maribor und Antwerpen.

Diese Verbindungen wurden inzwischen wieder eingestellt. Begründet wurde dies damit, dass man sich von den Fokker F-50 trennen wolle. Auch die letzten verbliebenen Routen von Antwerpen nach London und Zürich wurden nun gecancelt.

A-320 flog für Condor

VLM verfügte über eine Flotte aus acht Maschinen: sechs Turboprops vom Typ Fokker-50 sowie je einen Airbus A-320 und A-321. Der A-320 war bislang im Wetlease für Condor ab Hannover unterwegs. Von der Pleite sind etwa 100 Mitarbeiter betroffen.

Wie berichtet hat erst vergangene Woche die schweizerische Fluggesellschaft Skywork, die unter anderem von Hamburg und Berlin nach Bern sowie von Bremen nach Wien flog, Insolvenz angemeldet. Grund: Die Übernahme-Gespräche mit Zeitfracht (WDL) waren gescheitert. Damit dünnt sich das Netz der noch bestehenden kleinen Airlines, die auf Geschäftsreiseverkehr setzen, weiter deutlich aus.

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