Meine Woche | KW48

Von verschärften China-Visa und Feiern im 70er-Jahre-Stil

An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

Dienstag, 26. November 2019

Der November ist für mich ein Unterwegsmonat. Vom Forum Geschäftsreisen, von der Reisesicherheitstagung und vom großen GBTA/VDR-Kongress habe ich bereits vergangene Woche berichtet. Am Wochenende nun gesellte sich zu den Events in Berlin (Forum) und München (Sicherheit und GBTA) noch eines im niederländischen Den Haag hinzu: Dort beging der Reisebüro-Verbund Derpart sein 40-jähriges Bestehen.

Gefeiert wurde, wo Franchise-Nehmer den Verbund einst gründeten: im direkt hinter Den Haag gelegenen Kurort Scheveningen. Auf dem Programm standen eine 70er-Jahre-Party – natürlich stilecht in 70er-Jahre-Klamotten und mit 70er-Jahre-Musik – sowie Fahrten mit dem an der Pier verankerten Riesenrad. Das war rundum gelungen, ebenso wie das inhaltliche Programm mit zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

Im Fokus standen die aktuellen Themen der Branche: von NDC über die Situation der Geschäftsreisebüros, das "nahtlose Reisen" und die Debatte um die Kundendaten bis hin zur Nachhaltigkeit. Ausdiskutiert ist natürlich noch keines dieser Themen: Das Jahr 2020 dürfte im Business Travel mindestens so spannend werden wie das zu Ende gehende Jahr.

Freitag, 22. November 2019

Der Schreibblock ist voll: mehr als 30 Seiten mit Notizen von der Reisesicherheitstagung bei der Münchner Rückversicherung und vom GBTA/VDR-Kongress. Nun gilt es, das Ganze auszuwerten. Viele spannende Themen – die natürlich alle noch vertieft und nachrecherchiert werden müssen – dürften sich für die kommende Print- und Online-Berichterstattung von BizTravel und fvw ergeben. Die Themenplanung für 2020 ist bei uns jedenfalls voll im Gange.

Ein Thema allerdings haben wir sehr aktuell aufgenommen: die Visa-Verschärfung, die China zum 16. Dezember 2019 durchsetzen will. Wer in die Volksrepublik reisen will, kommt nicht mehr darum herum, zuvor persönlich seine Fingerabdrücke abzugeben. Ein enormer Mehraufwand sowohl für Geschäftsreisende wie für Touristen! China verweist übrigens auf das "Prinzip der Gegenseitigkeit": Auch die EU verlangt von Chinesen, die zu uns reisen wollen, Fingerabdrücke.
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