Meine Woche | KW24

Die Mär vom "sauberen" Elektro-Auto

BizTravel

Dienstag, 11. Juni 2019

Nicht wenige sogenannte Klimaschützer sehen das Elektro-Auto als eine Lösung der CO2-Problematik an. Möglichst schnell sollen ihrer Ansicht nach viele bisher mit Diesel oder Benzin betriebene Fahrzeuge gegen die Stromer ausgetauscht werden. Leider ist das - wie so vieles, was derzeit als "Klimaschutz" genannt wird – eine reine Mär.

Zum einen natürlich, weil der Strom der E-Autos nach wie vor größtenteils in Kohlekraftwerken produziert wird (und damit um keinen Deut besser ist als bei Dieselautos). Zum anderen jedoch, weil die Produktion der nötigen Batterie eine echte Umweltsauerei ist. So hat der ADAC in einem großangelegten Test herausgefunden: Ein E-Auto ist erst dann klimafreundlicher, wenn – je nach Größe des Fahrzeugs – 50.000 bis 100.000 Kilometer damit gefahren sind. Wenn man bedenkt, dass im Durchschnitt (!) ein Auto nach 12 Jahren und 150.000 Kilometern Fahrleistung in Deutschland auf dem Schrottplatz landet, sind das keine wirklich guten Zahlen. Jedenfalls keine, die das derzeitige Brimborium rund um die Elektromobilität rechtfertigen.



Dass Klimaschutz dringend nötig ist, bestreitet niemand. Die derzeitige Hysterie und Heuchelei rund um dieses Thema aber führt zu Aktionismus, der dem Klima in keinster Weise hilft. Sie sind höchstens ein Konjunkturprogramm für E-Mobil-Produzenten und Windkraftanlagenerbauer.

Freitag, 7. Juni, 2019

Angenehme und spannende Gespräche im Rhein-Main-Gebiet. Interessant, wie unterschiedlich die derzeitige Lage der Dienstreisebranche beurteilt wird – zwischen "weiterhin ein hervorragendes Geschäft" bis hin zu "in diesem Jahr wird es sehr herausfordernd". Zumindest läuft es nicht mehr in eine einzige Richtung – und längst nicht mehr partizipieren alle von einem möglichen Wachstum. Wahrscheinlich ist das auch eine Folge der komplexen neuen Reise- und Buchungswelt: Die Firmen haben die Wahl aus unterschiedlichsten Kanälen, aus Mittler- und Direktvertrieb, aus Online- und Offline-Buchung, aus etablierten TMC und neuen Start-ups, usw. usf.

Donnerstag, 6. Juni, 2019

Eine reiseintensive Woche! Nach dem erfolgreichen Forum Geschäftsreisen am Dienstag in Nürnberg (Meine Woche KW23) stehen heute und morgen Termine in der Rhein-Main-Region an. Unter anderem spreche ich mit der Travel Managerin eines mittelständischen Unternehmens über ihre Strategie bei der Geschäftsreiseorganisation: Sie hat in ihrer Firma eine End-to-End-Software implementiert, also einen bruchlosen Prozess von der Buchung bis zu Reisekostenauszahlung. Genaueres werden Sie demnächst in einer der kommenden fvw-Ausgaben lesen – und sicher auch online auf biztravel.de

Was mir als Hamburger erneut aufgefallen ist: Frankfurt ist ja wirklich nicht groß. Zumindest die echte Innenstadt mit den Wolkenkratzern hat der Bus, den ich für meinen Termin genommen habe, relativ schnell hinter sich gelassen. Danach wird es kleinstädtisch, dörflich, teilweise idyllisch. Einer meiner Interview-Partner meinte mal: Eigentlich ist Frankfurt höher als breit.




Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Ralf Hieke
    Erstellt 12. Juni 2019 11:51 | Permanent-Link

    Die genannten Probleme sind neben einigen weiteren (Infrastruktur von Ladestationen etc.) offensichtlich und müssen schnell gelöst werden. Ob allerdings Formulierungen wie "sogenannte Klimaschützer", "Brimborium", "Hysterie" oder "Heuchelei" der m.E. wichtigen und dringenden Diskussion gut tun, bezweifele ich stark. Denn "ruhig Blut" und "immer langsam an" kann wohl auch keine Lösung sein. Dann doch lieber "Aktionismus"... Und was spricht eigentlich gegen Konjunkturprogramme für Windkraftanlagen und E-Mobilität?

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats