Meine Woche | KW21

Beschlagene Brillen und andere Masken-Probleme

Oliver Graue ist Chefredakteur BizTravel
FVW Medien
Oliver Graue ist Chefredakteur BizTravel

An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

"Das üben wir nochmal!" Mit diesen Worten überschrieb eine Website kürzlich einen Bilderreigen mit Politikern und Prominenten, die versuchen, sich eine Mund-Nasen-Maske aufzuziehen. Bei den einen hängt das Teil an einem Ohr herunter, bei den anderen bedeckt es Augen und Nase – jedoch nicht den Mund. Und ich gebe ja zu: Auch ich habe noch immer meine Probleme mit der Maske.

Erstens rutscht sie mir beim Sprechen mitunter sukzessive von der Nase (meine Frau sagt, das macht nichts, ich könnte ja einfach den Mund halten). Und zweitens beschlägt meine Brille, wenn ich ein Geschäft betrete. Bei Supermärkten ist das nicht so schlimm, da ich dann erstmal ein, zwei Minuten abwarte – danach geht es in aller Regel besser.

Bei Bäckereien oder in anderen Läden hingegen, in denen man sofort drankommt, ist das Problem erheblich größer: Man zeigt auf ein Brot oder einen Kuchen, den man gern haben will, ohne wirklich zu erkennen, um was es sich dabei eigentlich handelt. Zu Hause ist die Überraschung dann groß.

Immerhin: Ich bin nicht der einzige, der vor der Brillen-Beschlag-Herausforderung steht. Auch mehrere Freunde berichteten mir bereits von dieser Schwierigkeit, und im Internet finden sich inzwischen zahlreiche Seiten mit hilfreichen Tipps.

Empfehlung Nr. 1: Der Mundschutz sollte enger anliegen. Auf diese Weise strömt weniger Luft nach oben, folglich kann die Brille kaum noch beschlagen. Um die Maske jedoch enger zu bekommen, müsste man einen Metallbügel einnähen. Was bei meinen Nähkünsten von vornherein ausscheidet. Außerdem fürchte ich, dass ich die Maske dann erst Recht beim Sprechen verliere. So ein Metallbügel ist schließlich schwer.

Empfehlung Nr. 2: Die Brillengläser mit Seife einschmieren und anschließend polieren (ohne Wasser). Dadurch bildet sich ein Seifenfilm auf den Gläsern, der ein Beschlagen verhindert. Auch Rasierschaum soll helfen. Ich frage mich jedoch, ob der Seifenfilm mir nicht sowieso die Sicht nimmt – oder er gar den Gläsern schadet.

Empfehlung Nr. 3: Die Brille sollte direkt auf der Maske sitzen, dann läge der Mundschutz unterhalb des Gestells, der Abstand zu den Brillengläsern ist also etwas größer. Alternativ lässt sich eine Windel oder ein Taschentuch (beides möglichst ungebraucht) rollen und zwischen Maske und Brille klemmen. Dadurch wird die feuchte Luft quasi abgefangen. Werde ich ausprobieren.

Vielleicht erfindet aber ja noch jemand einen Schutz, in den die Brille direkt integriert ist und zwar so, dass Beschlagen nicht möglich ist. Vom Karneval her kenne ich jedenfalls derartige Kombinationen: meistens aus (Plastik-)Brille und Schnurrbart. Einziges Problem: Gegen Coronaviren schützen sie nicht.
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