Meine Woche | KW14

Von Wuschel-Frisuren, coolen Masken und Bier-Hamstern

Nach wie vor ohne Zopf und Haarbändchen!
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Nach wie vor ohne Zopf und Haarbändchen!

An dieser Stelle berichtet BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue über seine Woche im Business Travel.

Warum bei Versandhändlern wie Otto & Co die Haarschneide-Maschinen derzeit zu den besonders gefragten Produkten gehören, wundert mich nun gar nicht mehr (auch wenn ich noch nicht bestellt habe).

Jedenfalls ein herzliches Dankeschön an die vielen Leserinnen und Leser, die mir nach meinem gestrigen Blog zum Thema "Frisuren in Zeiten von Corona" gemailt haben! Ich finde es nicht nur schön, gerade in der aktuellen Lage von Ihnen zu lesen, sondern freue mich auch über die spannenden, aufschlussreichen Berichte.

So befürchtet manch einer, dass in den kommenden Wochen nicht nur seine Haare aus dem Rahmen geraten, sondern fragt sich, ob es nach der Krise überhaupt noch ausreichend Friseure geben wird. Das allerdings hoffe ich doch sehr, und ich bin mir sicher: Es wird ein großes Problem sein, rasch einen Termin zu bekommen. Denn die Haarschneide-Maschinen werden nach Corona ganz bestimmt auf dem Dachboden oder im Keller verschwinden – es sei denn, die Marke "Eigenschnitt" wird zum neuen (Grusel-)Trend.

Andere Leser schreiben, dass sie inzwischen ihre Partner mit dem Haareschneiden beauftragt haben. Was die Sache aber auch nicht besser macht (siehe "Grusel-Trend"). Wieder andere waren kurz vor dem Ausbruch der Krise nochmal im Salon. Leider lassen sich Haarschnitte nicht hamstern.

Und schließlich werden Beweisfotos gefordert: "Bitte
veröffentlichen Sie doch ein Bild von sich mit dem Zopf und dem Pferdeband-Schwänzchen Ihrer Frau", schreibt mir ein Leser. Hmm, ja, also, äh ... nicht heute – aber später ganz bestimmt! Das läuft ja nicht weg. Leider nicht.

Wenn wir schon dabei sind: Auch mehrere Bilder selbstgebastelter Mundschutzmasken haben Sie mir als Reaktion auf den Blog "Haben Sie sich schon einen Mundschutz genäht?" geschickt. Mein Respekt! Würde ich die Nadel in die Hand nehmen, würde im besten Fall ein Topflappen herauskommen – falls das Ganze nicht vorher schon in einem Blutbad endet.

Und nicht von Ihnen, sondern von den Nachrichtenagenturen kam gestern eine Information, welche den Blog "Warum fehlt eigentlich immer das Klopapier?" ergänzt. Es ist ein Musterbeispiel in Sachen "interkulturelle Kompetenz": Die Australier hamstern statt der WC-Rollen inzwischen Bier und Wein. Pro Tag darf daher jeder "nur" noch zwei Kisten Bier und 12 Flaschen Wein kaufen. Corona, so scheint es, macht in manchen Teil der Welt durstig. Sehr durstig.
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