Mehr Passagierrechte

VDR unterstützt CDU/CSU-Vorstoß im Luftverkehr

Geld fürs Flugticket sollen die Airlines erst bei Abflug bekommen – und nicht wie bisher lange vorher.
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Geld fürs Flugticket sollen die Airlines erst bei Abflug bekommen – und nicht wie bisher lange vorher.

Eine unbürokratische Zahlung des Ausgleichsanspruchs, schnelle Flugpreis-Erstattung und Zahlung des Ticketpreises erst am Abflugschalter: CDU/CSU wollen die Rechte der Passagiere gegenüber den Fluggesellschaften deutlich stärken.

Der VDR begrüßt die Ankündigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Verbraucherrechte im Luftverkehr stärken zu wollen. „Die Politik hat angesichts anhaltender Probleme im deutschen Luftverkehr offensichtlich erkannt, dass die bisherigen Regelungen zum Verbraucherschutz sowie deren Umsetzung unzureichend sind", sagte VDR-Vizepräsidentin Inge Pirner. "Daher unterstützen wir derartige Initiativen auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für Geschäftsreisende und stehen für die weitere Diskussion gern zur Verfügung."

Die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der zuständige Berichterstatter Sebastian Steineke wollen die Europäische Fluggastrechte-Verordnung gestärkt wissen. Unter anderem sollen die Ansprüche der Passagiere auf die sogenannte Ausgleichszahlung bei Flugstreichungen Verspätungen besser durchzusetzen sein. Zudem soll ein vereinfachtes Verfahren für die Flugpreis-Erstattung („Ein-Klick-Rückerstattung“) sorgen.

Und drittens schließlich soll bei der Buchung eines Flugs zunächst nur eine Anzahlung fällig werden. Den größten Teil des Ticketpreises sollen Passagiere erst kurz vor Flugantritt bezahlen. Der VDR hatte sich im März dieses Jahres bei einer Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages für das sogenannte „Pay-as-you-check-in“-Verfahren ausgesprochen. Auch der ASR fordert dies bereits seit Jahren.

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