Maschine beschlagnahmt

Jet Airways stellt internationale Flüge ein

Wie geht es weiter mit Jet Airways? Die zunehmende Billigkonkurrenz in Indien macht der Airline zu schaffen.
The Boeing Company
Wie geht es weiter mit Jet Airways? Die zunehmende Billigkonkurrenz in Indien macht der Airline zu schaffen.

Statt der vom Top-Management versprochenen Rettung bis Ende März gerät die indische Fluggesellschaft noch weiter in die Krise. In Amsterdam wurde nun eines der wenigen verbliebenen Flugzeuge beschlagnahmt.

Die einstige Vorzeige-Airline Jet Airways, die auf einem Schuldenberg von 1,2 Mrd. Euro sitzt, hat ihren gesamten internationalen Verkehr vorerst eingestellt. Auch die verbliebenen Inlandsflüge wurden weiter reduziert. Weltweit existierten nach zahlreichen Streichungen nur noch die Verbindungen nach Amsterdam, Paris und London. Auch diese wurden nun gecancelt, nachdem in Amsterdam eine Maschine beschlagnahmt wurde. Nach Informationen von Jet soll die Aussetzung der Flüge zeitlich begrenzt sein.

Die indische Fluggesellschaft – genau wie einst Air Berlin und Alitalia eine Etihad-Beteiligung – musste bereits den Löwenanteil ihrer Maschinen grounden, weil die Leasingraten nicht mehr bezahlt werden können. Angeblich sind von den einst 124 Flugzeugen nur noch 14 im Einsatz.

Am Flughafen Amsterdam wurde eine Boeing B-777 beschlagnahmt, da Jet offenbar die Rechnungen des dortigen Frachtabfertigers WFS nicht bezahlen konnte.

Die Mehrheitsaktionäre um die State Bank Of India wollen mit einem weiteren Darlehen über 200 Mio. US-Dollar aushelfen. Das Geld sei jedoch nicht eingetroffen, teilte die Fluggesellschaft mit. Gesucht wird nach einem neuen Besitzer. Dieser soll 30% bis 75% der Airline erwerben können. Angefragt wurde unter anderem wie berichtet bei Lufthansa und KLM.

Indischen Medien zufolge gibt es fünf Interessenten für eine Beteiligung, darunter Etihad, Indigo Partners und den Finanzinvestor TPG Capital. Diese müssten allerdings die Milliardenschulden übernehmen und dürfen als Ausländer höchstens 49% der Anteile erwerben. Auch Gründer Naresh Goyal habe Interesse an der Übernahme bekundet, heißt es.



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