Lufthansa City Center

Reisebürokette nimmt MICE-Markt in Fokus

Warum immer nur im Inland tagen? Die Lufthansa City Centers wollen Firmenkunden bei der Organisation von Firmen-Events im Ausland unterstützen und dafür ihre internationalen Verbindungen nutzen.
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Warum immer nur im Inland tagen? Die Lufthansa City Centers wollen Firmenkunden bei der Organisation von Firmen-Events im Ausland unterstützen und dafür ihre internationalen Verbindungen nutzen.

Wettbewerber wie CWT oder BCD verfügen lange schon über eigene MICE-Abteilungen. Nun streben auch die Lufthansa City Center in das Geschäft mit Meetings und Events. Nutzen wollen sie dabei die Synergien ihrer internationalen Partnerschaften.

Die Lufthansa City Center (LCC) setzen seit gut drei Jahren verstärkt auf ihre internationalen Partnerschaften. Dem Franchisesystem gehören fast 600 Büros in etwa 90 Ländern an. Während sie die Zusammenarbeit im touristischen Bereich vor allem durch das 2015 gestartete Global Incoming Network stärken wollen, soll im Geschäftsreisesegment das Thema MICE ausgebaut werden.

Darin sehen die LCC einen boomenden Markt. „Der Bereich ist zwar margenstark, zugleich aber sehr komplex“, sagt Siiri Palisaar, Senior Director Business Development bei Lufthansa City Center International. „Mit unserem aktiv gelebten Incoming-Netzwerk LCC GIN und unseren Erfahrungen bei Geschäftsreisen können wir es jedoch schaffen, deutlich mehr Umsatz zu machen.“ Es geht darum, mehr Meetings und Events im Ausland zu verkaufen unter Rückgriff auf dortige LCC-Partner.

Gut 40 Prozent der weltweiten LCC-Reisebüros sind bereits jetzt im MICE aktiv. Zur Stärkung und besseren Vernetzung der Kompetenzen sollen unter anderem Trainings organisiert und LCC-Partner mit relevanten Informationen versorgt sowie Austausch-Plattformen eingerichtet werden. Zudem werde eine geeignete gemeinsame Technik beschafft, heißt es.

Konkurrenten wie CWT, BCD und GBT sind schon seit Jahren mit eigenen Abteilungen im MICE-Segment unterwegs. Dass sich die Geschäftsreiseanbieter hier verstärkt engagieren, ist auch Folge der sinkenden Margen im individuellen Business-Travel-Geschäft. Auch die Bestrebungen der Fluggesellschaften, ihr Direktgeschäft mit den Firmenkunden auszubauen, macht den Ketten zu schaffen. Der MICE-Bereich ist in puncto Konsolidierung, Digitalisierung und Globalisierung noch vergleichsweise unterentwickelt. (MAJ/OG)

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