Kurz-Interview

Auf ein Wort mit der Travel Managerin Brigitte Lehle

Brigitte Lehle
TIC
Brigitte Lehle

Brigitte Lehle, Travel Managerin bei Porsche, tritt bei der Business Travel Show (BTS) in London auf. Sie beteiligt sich an der Podiumsdiskussion "Been there, done that, what’s next? – Find new savings for a mature travel programme" (27.2., 14.30 Uhr).

Was hält Sie nachts wach?

Zurzeit ist es nartürlich das Corona-Virus. Außerdem implementieren wir einen Prozess, um  das Bestellen der A1-Bescheinigung und des EU-Entsendeantrags zu automatisieren. Und schließlich integrieren wir einen Compliance-Monitor in unser Travel-management-System sowie zusätzliche Funktionen wie Parken, Chauffeur-Service, E-Scooter, Ride Sharing und Serviced Apartments. 


Warum machen Sie das?

Es geht um die Digitalisierung und darum, manuelle Eingriffe zu vermeiden und unsere Reisenden so durch den Prozess zu führen, dass sie sich nicht selbst um alle notwendigen Punkte kümmern müssen.


Was ist das Wichtigste, das Sie tun, um für das Wohlbefinden Ihrer Reisenden zu sorgen?

Reisende sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren statt auf komplexe Reisebuchungs- und -abrechnungsprozesse. Deshalb sollte es ihnen ermöglicht werden, mit möglichst geringem Aufwand zu buchen, zu reisen und ihre Spesen zu beantragen. Zudem geben wir ihnen die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt.

Ist es möglich, ein ethisch verantwortliches Reiseprogramm zu etablieren?

Natürlich. Grundsätzlich ist es aber Sache jedes Einzelnen, zu entscheiden, wie nachhaltig und ethisch vertretbar seine Reisen sind. Die Reiserichtlinie sollte lediglich den Rahmen für diese Entscheidungsfindung vorgeben.

Sollten Flugmeilen verboten werden, da diese möglicherweise unnötige Reisen fördern? 

Generell sollte überlegt werden, ob Reisen vermieden oder andere Medien wie Web-Konferenzen genutzt werden können.


Was zeichnet "echte" Geschäftsreisen aus?

Man trifft Kollegen persönlich, um das Verständnis füreinander zu verbessern, um mit anderen Kulturen, Denkweisen und Ansätzen zu arbeiten, um den eigenen Horizont zu erweitern und auch, um immer wieder über sich selbst nachzudenken. Denn nicht immer ist die eigene Denk- und Herangehensweise die richtige.

Und was ist das Nervige  an Geschäftsreisen?


Die vielen Wartezeiten – an der Sicherheitskontrolle, an der Gepäckausgabe, beim Check-in und so weiter.

Warum besuchen Sie die Business Travel Show?


Zum Austausch mit Kollegen und zur Inspiration.
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