Kosten sparen

Kommt Künstliche Intelligenz ins Cockpit?

Diskussionsrunde bei der IATA-Veranstaltung "Wings Of Change"
Andreas W. Schulz
Diskussionsrunde bei der IATA-Veranstaltung "Wings Of Change"

Fluggesellschaften denken darüber nach, wie sich mit neuen Techniken Personal im Cockpit sparen lässt. Kritiker warnen vor gefährlichen Experimenten.

Einsparungen unter Einsatz neuer Technologien, Automatisierung und KI (Künstlicher Intelligenz) machen auch vor der Cockpit-Tür nicht halt. Und die Diskussion, auf diese Weise Personal einzusparen, reizt so manche Fluggesellschaft.

Doch Kritiker warnen vor möglicherweise riskanten Experimenten. "Mit solchen Dingen darf nur in einer stabilen Flugphase experimentiert werden", warnt Chris Kempis, Direktor of Flight Operations, bei Cathay Pacific und selbst Chefpilot, auf der Iata-Tagung Wings Of Change. Entscheidend sei dabei immer die Flugerfahrung der Cockpit-Besatzung.

Aber auch über die die Iata sehr bewegende Gender-Frage wurde gesprochen. Ziel ist es, mehr qualifizierte Frauen in Führungspositionen bei Fluggesellschaften zu bringen. Zu oft sind in den Vorstandsetagen Frauen noch wahre "Exoten".

Viele Airlines sind inzwischen jedoch auf der Suche nach Talenten und fördern weibliche Führungskräfte. Interessant dabei: In gemischten Teams werden bessere Arbeitsresultate geliefert. Diese Erfahrung bestätigen Christina Foerster, Chefin bei Brussels Airlines und auch Bogi Nils Bogason, Chef von Icelandair.

Air-Baltic-Chef Martin Gauss sieht diese Frage ganz entspannt: "Wir streben ein 50:50 Verhältnis im Management an. Jedoch forcieren wir hier nichts. Entscheidend ist am Ende die Qualifikation."
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