ITB

Optimistische Stimmen zum Messestart

Messechef Christian Göke, BTW-Präsident Michael Frenzel, DRV-Präsident Norbert Fiebig und Tshekedi Khama II, Tourismus-Minister von Botswana (von links)
Marco Limberg
Messechef Christian Göke, BTW-Präsident Michael Frenzel, DRV-Präsident Norbert Fiebig und Tshekedi Khama II, Tourismus-Minister von Botswana (von links)

Von Mittwoch bis Sonntag werden auf der ITB mehr als 200.000 Besucher erwartet. Die Branche gibt sich zum Messestart optimistisch – das Jahr laufe gut an für die Touristik.

Starke Zahlen präsentierte Messechef Christian Göke zur Eröffnung der 51. ITB: Die 26 Hallen sind ausgebucht. Rund 10.000 Aussteller präsentieren sich. Mehr als 200.000 Besucher werden insgesamt erwartet. Erstmals gibt es ein Segment für Medizin-Tourismus. Auch Deutschland verspricht sich in dem Bereich mehr Geschäft. Das touristische Binnen- und Incoming-Geschäft könnte für Deutschland aber besser laufen sagte BTW-Präsident Michael Frenzel. Er beklagte unter anderem zu strenge Gesetze im Flugbereich.

Partnerland der ITB ist dieses Jahr Botswana. Tourismusminister Tshekedi Khama II warb auf dem Podium nicht nur für die touristischen Highlights seines Landes. Er schilderte auch eindrucksvoll den entschlossenen Kampf seines Landes gegen Wilderer, die etwa auf Elefantenjagd gehen. Jährlich gebe das Land Millionen US-Dollars aus, um die Artenvielfalt in Botswana zu erhalten.

Optimismus verbreitete Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reise Verbands (DRV): Er sprach von „sonnigen Aussichten“ für die Branche. Das Umsatzplus für den Sommer liege in den Reisebüros bei sechs Prozent im Vorjahresvergleich. Gefragt sei vor allem das westliche Mittelmeer, darunter Spanien und Portugal. Aber auch Länder des östlichen Mittelmeers seien stark gefragt wie Bulgarien und Kroatien. Griechenland erlebe einen regelrechten Boom.

Die Ziele profitieren unter anderem vom schwachen Türkei-Geschäft. Fiebig präsentierte düstere Zahlen für das Land: Die Sommerbuchungen seien in den Monaten November, Dezember, Januar um 58 Prozent eingebrochen im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Vorjahr. Die politische „Großwetterlage“ sei wenig hilfreich, so der DRV-Präsident mit Blick auf die jüngsten Debatten um Nazi-Vergleiche und den Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland. Zur ITB hat sich der türkische Tourismus-Minister Nabi Avci angekündigt. Er wolle die Messe am Donnerstag besuchen, sagte Messechef Christian Göke.

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