Ischgl

In Tirol grassiert Corona offenbar schon seit 8. Februar

Mehr und mehr zeichnet sich ab, dass sich das Virus schon sehr früh und unerkannt vom Wintersportort Ischgl aus verbreiten konnte. Die Après-Ski-Partys mit vielen internationalen Gästen gelten inzwischen als Keimzellen und Verteiler des Virus.

Das zumindest berichtet die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Ihren Angaben zufolge war bereits am 8. Februar 2020 eine Tirolerin mit dem Coronavirus infiziert. Die Erkrankung wurde jedoch erst im März festgestellt. Die Frau arbeitete der Ages zufolge in einem Après-Ski-Lokal in Ischgl. Von dort haben offenbar viele Urlauber das Virus mit nach Hause genommen.

Allein in Österreich ließen sich 600 Corona-Infektionen auf Ischgl zurückführen. Im Ausland könnten es bis zu 1200 sein, so die Ages. Der Barkeeper, der bislang immer als Hauptverbreiter galt, war damit nicht der einzige, der infiziert war. Bei ihm wurde es offenbar nur als erstes erkannt.
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