Indische Krisen-Airline

Lufthansa an Jet Airways interessiert?

Jet Airways hat 1,2 Mrd. Euro Schulden angehäuft.
The Boeing Company
Jet Airways hat 1,2 Mrd. Euro Schulden angehäuft.

Bis Ende März hatte die Jet-Airways-Führung ihren Mitarbeitern ein Ende der Krise versprochen. Stattdessen hat sie sich verschlimmert. Nun steht die einstige Vorbild-Airline vor dem Verkauf.

Nach Angabe der State Bank of India könnten interessierte Käufer bis zu 75 Prozent von Jet Airways erwerben. Größter Knackpunkt ist allerdings der immense Schuldenberg, auf dem die Airline derzeit sitzt. Dieser wird von den Käufern mit übernommen. Medienberichten zufolge haben Singapore, KLM und Lufthansa Interesse bekundet. Aber auch Beteiligungsfirmen wie KKR, Blackstone und TPG Capital seien im Gespräch. Lufthansa spricht von reinen Gerüchten.

Jet Airways galt lange Zeit als höchst gewinnbringende und vorbildlich organisierte Fluggesellschaft. Inzwischen sitzt sie jedoch auf einem Schuldenberg von 1,2 Mrd. Euro. Die größten Gläubiger, angeführt von der State Bank of India, wollen die Airline retten und haben ein weiteres Darlehen genehmigt. Nicht-indische Käufer dürfen allerdings nur bis zu 49 Prozent erwerben.

Da Jet Airways ihre Leasingraten nicht mehr bezahlen kann, fliegen derzeit nur noch wenige Maschinen. Mehr als 75 Prozent der etwa 120 Jets stehen am Boden. Auch die Löhne der Mitarbeiter werden Berichten zufolge nicht oder sehr unregelmäßig gezahlt. Neben Air Berlin und Alitalia zählte Jet Airways zu den wichtigsten Beteiligungen der arabischen Fluggesellschaft Etihad.

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