IMEX

Countdown für die Event-Messe

Nächste Woche geht’s los: Event-Messe IMEX
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Nächste Woche geht’s los: Event-Messe IMEX

Kommende Woche startet die IMEX in Frankfurt. Die weltgrößte MICE-Messe lockt mit allerhand technischen Neuheiten.

Messen, Kongresse und Verbandstagungen sollen gemeinhin für Orientierung sorgen. Welches sind die Neuheiten, Trends und Entwicklungen der jeweiligen Branche, wohin geht – buchstäblich – die Reise? Doch auf den Veranstaltungen selbst geht mitunter infolge der schieren Größe und der Vielzahl von Teilnehmern, angebotenen Vorträgen, Seminaren und Workshops der Überblick verloren.

Abhilfe verspricht hier iTouring. Die in Aachen ansässige Firma hat mit Vis-Navigator ein Drinnen-Navigations- und Informationssystem entwickelt, das Veranstaltungsbesucher bei der Orientierung unterstützt. So erkennt das System den Standort im jeweiligen Gebäude und zeigt die Route zum gewünschten Raum entweder auf einem stationären Terminal oder einem Smartphone an. Gleichzeitig stellt ein Informationssystem alle relevanten Angaben zu der ausgewählten Veranstaltung zur Verfügung – etwa Infos zu Referenten oder Vortragsinhalten.

3500 Aussteller aus 120 Ländern

Gut möglich, dass die Navigationshilfe aus Aachen auch auf der IMEX in Frankfurt gute Dienste leisten würde. Interessenten jedenfalls können das System auf der Event-Messe am Main am Deutschland-Stand des German Convention Bureau (GCB) in Augenschein nehmen. Denn Hersteller iTouring zählt neben dem Berliner Olympiastadion zu den Gewinnern der zwei Wild Cards der Marketingorganisation der deutschen Tagungs- und Kongresswirtschaft, mit denen das GCB Branchen-Neulingen oder Anbietern innovativer Produkte einen Messeauftritt spendiert.

Die einzige Innovation ist die iTouring-Software auf der vom 16. bis 18. Mai stattfindenden Messe dabei mitnichten. Zahlreiche Technik-Provider finden sich unter den mehr als 3500 Ausstellern in Halle 8 der Frankfurt Messe. Schließlich gewinnen auch in der MICE-Branche Technik und moderne Kommunikation immer mehr an Bedeutung.

Auch die IMEX greift diese Trends auf. So gibt es eine neue Partnerschaft mit Zeus, einem Zusammenschluss verschiedener deutscher Start-ups aus der Event-Branche. Einige der Zeus-Mitgliedsfirmen gestalten an allen drei Messetagen gemeinsam mit externen Referenten ein Event-Technik-Programm. Zusätzlich gibt es am Tag vor dem offiziellen Messestart einen Zeus-Workshop.

Von Mensch zu Mensch

Wobei Carina Bauer, Chefin der IMEX, die Rolle der Technik auch nicht überbewertet wissen will: „In der Realität werden Geschäfte von Mensch zu Mensch gemacht, und wir wissen alle, dass Geschäfte durch Beziehungen entstehen und gefördert werden.“ Hierzu seien der persönliche Kontakt und Austausch auch in Zukunft „unersetzlich“.

Das Leit-Thema der IMEX heißt in diesem Jahr „purposeful Meetings“, also die Gestaltung zielgerichteter und nachhaltiger Events anstelle von herkömmlichen Veranstaltungen ohne tiefere und bleibende Wirkung. Diverse Vorträge und Seminare zeigen den Messebesuchern, was es zur Planung und Umsetzung solch effektiver Treffen bedarf.

Dabei nimmt das Thema Weiterbildung traditionell breiten Raum auf der IMEX ein. In diesem Jahr haben die Verantwortlichen eigens den Edu-Monday aus der Taufe gehoben: Am Montag vor dem offiziellen Messebeginn dreht sich alles um Aus- und Weiterbildung. „In verschiedenen Formaten werden hier sämtliche relevanten Trends und Entwicklungen der Veranstaltungsbranche beleuchtet und vermittelt“, verspricht IMEX-Chefin Bauer. Die einzelnen Seminare und Vorträge sind übrigens kostenfrei.

Keine Angst vor Abschottung

Geprägt wird die IMEX, bei der BizTravel erneut Medienpartner ist, aber auch in diesem Jahr vor allem von den zahlreich vertretenen Destinationen sowie der Hotellerie und anderen Tagungsstätten. Zu den Ausstellern, die sich 2017 zum ersten Mal in Frankfurt präsentieren, zählen Saudi-Arabien, Puerto Rico, Barcelona, Choose Chicago sowie die Vienna-House-Hotels.

Auch sie wollen sich in Zukunft ein ordentliches Stück vom wachsenden MICE-Kuchen abschneiden. Angst, dass die Branche unter den Krisen und Konflikten sowie den verstärkt zu beobachtenden Abschottungstendenzen in der Welt leiden könnte, hegt man zumindest bei der IMEX nicht. Die Branche habe schon vielfach bewiesen, dass sie solchen Entwicklungen Stand halten könnte, betont Messe-Chefin Bauer. Und: „Unsere Rolle ist, die Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen und damit auch die Toleranz und das gegenseitige Verständnis zu fördern.“

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