Große Verluste

Italiens zweitgrößte Airline Air Italy stellt Flugbetrieb ein

Die Entscheidung fiel auf einer Vorstandssitzung in Mailand. Bis vor zwei Jahren flog Air Italy unter dem Namen Meridiana.

Offenbar war der Mehrheitsaktionär Alisarda nicht mehr willig, die anwachsenden Verluste der Fluggesellschaft zu tragen. Alisarda gehören 51 Prozent an Air Italy, 49 Prozent hält die arabische Qatar Airways.

Der Entschluss wurde bei einer Vorstandssitzung in Mailand gefasst. Vor zwei Jahren hatte sich die einstige Meridiana neu positioniert: Sie erhielt von Qatar Maschinen des Typs Airbus A-330 und fokussierte sich auf Langstrecken. Amerikanische Fluggesellschaften warfen daraufhin Qatar Airways vor, den US-Markt unter falschem Namen zu "infiltrieren".

Air Italy betrieb fünf Airbus A-330, vier Boeing B-737-800, eine B-737-700, eine B-737-300 und eine A-320 von Airbus. Sieben weitere Maschinen vom Typ B-737max durften wegen des weltweiten Flugverbot für diese Baureihe nicht abheben.

Qatar Airways wollte Air Italy eigenen Angaben zufolge weiterführen – dem widersetzte sich jedoch Alisarda. Qatar darf als Nicht-EU-Unternehmen nur einen Minderheitsanteil an der Fluggesellschaft halten, da ansonsten die Nationalität des Unternehmens und damit die internationalen Flugrechte verfallen würden.

Alle bis zum 25. Februar 2020 gebuchten Flüge sollen noch stattfinden, teilte Ait Italy mit. Dafür sollen Maschinen anderer Fluggesellschaften eingesetzt werden.
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