Gewerkschaft

Deutsche Bahn soll jeden zweiten Zug streichen

Statt weiterhin den größten Teil der Fahrten aufrechtzuerhalten, will die Gewerkschaft nur noch ein "Grundangebot". Dafür müssten nun Personalreserven gebildet werden.

Man müssen nicht "auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren", sagte Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Mindestens die Hälfte der Züge müssten gestrichen werden. Die Fahrgastzahlen seien in den vergangenen Tagen massiv gesunken.

Statt wie bisher etwa 90 Prozent des Angebots aufrechtzuerhalten, müsse sich die Bahn nun überlegen, wie sie ein "zuverlässiges Grundangebot" organisieren könne. Dafür müssten jetzt Personalpläne erstellt werden. Sonst bestehe die Gefahr, dass wegen erkrankter Lokführer und Zugbegleiter noch weniger funktionieren werde.

Zudem könnten die Werkstätten Probleme bekommen, wenn Lieferketten unterbrochen und nicht mehr ausreichend Ersatzteile geliefert würden. Heute will der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beraten.
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