Geschäftsreisen teurer

Bundesrat beschließt Margensteuer

Wie berichtet werden Reiseleistungen im B2B-Bereich künftig umsatzsteuerrechtlich genau so behandelt wie im B2C-Bereich: Nicht mehr der komplette Umsatz von Reiseleistungen wird besteuert, sondern die Differenz zwischen Nettoeinkaufs- und Nettoverkaufspreis. Für Unternehmen fiele damit der Vorsteuerabzug weg.

Der Bundesrat hat die Änderung zum §25 USTG, über die wir ausführlich berichtet haben, nun beschlossen. Somit kann die Bundesregierung das Gesetz dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zuleiten. Bereits am Tag nach der Verkündigung im Bundesgesetzblatt sollen die neuen Regelungen gelten.

Das würde bedeuten, dass es für geschäftsreisende Unternehmen dann in bestimmten Fällen nicht mehr möglich sein wird, für nicht direkt gekaufte Hotelzimmer und MICE-Leistungen den Vorsteuerabzug geltend zu machen. Diese Produkte würden sich dann also um 7 oder 19 Prozent verteuern. Unklarheit besteht allerdings noch darüber, wie die Regelungen im Gesetz genau zu interpretieren sind.


Auch aus diesem Grund hat die Kanzlei KMLZ, die für den Bezahllösungsanbieter Itelya  bereits ein Gutachten zur Margensteuer erstellt hat, nicht ausgeschlossen, dass das Bundesfinanzministerium eine sogenannte Nichtbeanstandungsregelung vorsieht. Das würde bedeuten, dass das Ministerium zunächst klärt, wie das Gesetz zu verstehen ist und dies in einem Schreiben mitteilt. Solange würden Verstöße nicht beanstandet. Noch gibt es dazu aber keine konkreten Informationen.

 

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