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Durchbruch bei Bahncard100-Besteuerung?

Hubert Koch
FVW/Martin Jürs
Hubert Koch

VDR-Lobbyist Hubert Koch sieht die große Chance, einen der zentralen Verbands-Wahlprüfsteine von 2017 konkret umzusetzen. Es geht um die steuerliche Gleichstellung von Firmen-Bahncards mit Dienstwagen.

Das betont Koch in der 8. Ausgabe seines Briefes aus Berlin. „Unerwartet, aber hochwillkommen bietet sich dem VDR die Chance, eine der zentralen Forderungen aus den Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl am 24. September 2017 aktiv und mit Aussicht auf Erfolg anzugehen“ schreibt er dort. „Die Forderung bezieht sich auf die steuerliche Behandlung der Bahncard 100, die Firmen ihren Mitarbeitern zu Verfügung stellen.“

Da diese die Bahncards außer für dienstliche Fahrten auch privat nutzen könnten, gebe es derzeit oft Auseinandersetzungen mit den Finanzämtern über die angemessene Versteuerung des sogenannten geldwerten Vorteils.

Umweltschutz als wichtigstes Argument

Der VDR fordert, dass Bahncard100-Inhaber genau wie Dienstwagennutzer mit monatlich 1% des Bruttolistenpreises besteuert werden sollen. Derzeit kostet die Karte in der 2. Klasse 4270 Euro pro Jahr und in der 1. Klasse 7225 Euro. Hubert Koch sieht das neue „Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ als geeignet, um diese Forderung zu verwirklich.

Das Gesetz sieht vor, aus Umweltschutzgründen den geldwerten Vorteil von Elektrofahrzeugen von 1% auf 0,5% zu senken. Genau diese ökologische Argumentation lasse sich auch für die Bahn anbringen, schreibt er in seinem Brief. (OG)

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