Gastkommentar

20 Jahre Eurostar, 20 Jahre Innovation

Pierre-Emmanuel Tetaz, Vice President, Product Management & Strategie bei Concur.
Concur
Pierre-Emmanuel Tetaz, Vice President, Product Management & Strategie bei Concur.

Pierre-Emmanuel Tetaz, Vice President Product Management & Strategie des Travel-Software-Anbieters Concur, zum runden Geburtstag der Tunnelstrecke nach England.

Am 20. Juni vor 20 Jahren fuhr der erste Testzug durch den Eurotunnel von Paris nach London und läutete eine neue Ära für Geschäftsreisen in Europa ein. Heute können Geschäftsleute innerhalb von gut zweieinhalb Stunden zwischen London und Paris pendeln, ohne den Blick von ihrem Laptop oder Tablet nehmen zu müssen. Neuerungen wie der Eurostar bieten Reisenden viele Vorteile – aber sind Geschäftsreisen heute, 20 Jahre nach der ersten Testfahrt, tatsächlich so einfach und komfortabel, wie sie sein sollten?

Fraglos wurden in den vergangenen beiden Jahrzehnten viele Fortschritte gemacht. Smartphones und Tablets verhelfen Geschäftsleuten heute zu mehr Informationen und Produktivität auf Reisen. Innovationen haben positiven Einfluss auf die Wirtschaft: Das lässt sich leicht behaupten, wir aber wollten wir es von den direkt Betroffenen selbst hören. Und so haben wir vor einigen Tagen am frühen Morgen an den Eurostar-Haltestellen St Pancras in London und dem Gare du Nord in Paris mit Geschäftsreisenden gesprochen. Mehr als 250 erzählten uns über ihre Erfahrungen auf Geschäftsreisen. Das Ergebnis:

• 43 Prozent der Befragten nennen das Smartphone ihr hilfreichstes Tool auf Geschäftsreisen. Laptops sind ebenfalls wichtig (22 Prozent), auch Tablet bis zu einem gewissen Grad (10 Prozent).

• 66 Prozent benutzen keine Reise-Apps auf ihrem Smartphone, die anderen nutzen lediglich eine oder zwei verschiedene Anwendungen. Wenn man bedenkt, wie wichtig den Befragten ihr Smartphone ist und wie viele praktische Reise-Apps es heute gibt, dann ist es überraschend, wie wenige Reisende sie nutzen.

• Paradoxerweise wünschten sich viele Reisende auf unsere Frage: „Wenn Sie eine Reise-App erfinden könnten, was sollte diese leisten?“, solche Angebote, die bereits erhältlich sind. Mit Ausnahme von einer oder zwei Ideen („eine App, die mich trotz Jetlag umgehend einschlafen lässt“) umfassten die Ideen zum Beispiel Apps die dabei helfen, Orte schnell zu finden oder die Reise insgesamt besser zu managen. Da etwa FourSquare, Yelp, TopTable oder GateGuru dies leisten, kann man hier wohl von einer Informationslücke sprechen.

Es mangelt am Wissen #/ZT#

Während es also seit dem Start des Eurostar zahlreiche hilfreiche Innovationen auf dem Gebiet der Geschäftsreisen gegeben hat, ist der Kenntnisstand über diese neuen Tools noch relativ niedrig. Es ist die Aufgabe der gesamten Branche, diese Kluft zu überbrücken, indem sie über die Möglichkeiten der neuen Technologien informiert und klar macht, um wie viel reibungsloser, produktiver und erfreulicher sie eine Geschäftsreise machen können.

Heute gibt es hunderte Tools im App-Store, die in Kombination das Geschäftsreiseerlebnis transformieren können. Also am besten gleich heute in der Kaffeepause, den App-Store durchforsten und herausfinden, welche praktischen mobilen Lösungen es dort gibt. Es könnte die produktivste Minute des Tages werden!

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