Franchise-Kette ohne Chef

Lufthansa City Center trennt sich von Andi-Julian Leta

Andi-Julian Leta
Sebastian Gabsch
Andi-Julian Leta

Das war ein kurzes Intermezzo. Nach gut einem Jahr räumt Andi-Julian Leta unerwartet seinen Posten als Geschäftsführer der Franchise-Kette Lufthansa City Center. Aktuell wird unter Hochdruck nach einem Interims-Manager gesucht.

Ende Mai 2017 hatte Leta den Chefposten bei der Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH (LCR) übernommen. Nun ist seine Zeit dort bereits wieder vorbei. Wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Art und Weise der Ausführung des Geschäftsführerpostens hat sich der Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung von Leta getrennt.

Nun soll kurzfristig ein Interimsgeschäftsführer bestellt werden. Am Freitag (7. September) kommt die LCR-Gesellschafter-Versammlung zusammen, um weitere Schritte festzulegen. Das operative Geschäft läuft uneingeschränkt weiter. „LCC verfügt über eine sehr gute und kompetente Führungsmannschaft aus Bereichsleitern und Prokuristen. Somit ist die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft voll und ganz gewährleistet“, sagt Aufsichtsrat Ralf Trilsbeek.

Der 43-jährige Leta war im vergangenen Jahr von Lufthansa zu der Reisebüro-Organisation gekommen. Bei der Lufthansa AG war er als Direktor der Vertriebsniederlassung Stuttgart tätig. Bei LCC hat Leta dann den Posten des langjährigen Leiters der Franchise-Zentrale Klaus Henschel übernommen. Henschel hatte sich im vergangenen Herbst während der LCC-Jahrestagung in Slowenien von seinen Reisebüro-Partnern verabschiedet. Zum Jahreswechsel war dann auch noch der zweite LCR-Geschäftsführer Hasso von Düring nach Vollendung seines 65. Lebensjahres ausgeschieden. Leta führte die LCR daraufhin allein, verteilte aber mehr Verantwortung auf die Bereichsleiter.

In Deutschland zählen die Lufthansa City Center aktuell 300 Reisebüros. Zum weltweit agierenden Lufthansa City Center International (LCCI) gehören weitere 300 Büros in 90 Ländern.

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