Entbürokratisierung

VDR begrüßt angekündigte A1-Abschaffung

VDR-Präsidiumsmitglied Christoph Carnier zeigt sich über die angekündigten Änderungen beim EU-Melderecht erleichtert.
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VDR-Präsidiumsmitglied Christoph Carnier zeigt sich über die angekündigten Änderungen beim EU-Melderecht erleichtert.

Die EU hat die Abschaffung der bei Geschäftsreisen ins europäische Ausland erforderlichen A1-Bescheinigung angekündigt. Für den Geschäftsreise-Verband VDR ist dies laut Präsidiumsmitglied Christoph Carnier ein "wichtiger Schritt" zur Entbürokratisierung.

Die Beschaffung des A1-Formulars bei geschäftlichen Auslandsreisen innerhalb der EU stellt für die hiesigen Unternehmen aktuell eine der größten bürokratischen Belastungen dar. Das ergab eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR). Nun könnte sich die Situation entspannen. Denn die Europäische Kommission hatte mitgeteilt, dass die "Regeln zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit" modernisiert werden sollen.

Eine Maßnahme sieht vor, den derzeit noch zu erbringenden Nachweis der deutschen Sozialversicherung (A1-Bescheinigung) abzuschaffen. Die EU will den nationalen Behörden stattdessen bessere Instrumente an die Hand geben, um Missbrauch oder Betrug zu bekämpfen und den Sozialversicherungsstatus von ins Ausland entsandten Arbeitnehmern zu überprüfen. Welche das sind und wann die angekündigten Maßnahmen in Kraft treten, ist allerdings noch nicht bekannt. Bis dahin bleibt es bei der bestehenden Meldepflicht.

Beim VDR zeigt man sich trotzdem erleichtert. "Wir freuen uns, dass die EU hier einer Forderung des VDR nachkommt und im Sinne der deutschen Wirtschaft einen wichtigen Schritt zur Entbürokratisierung gehen will", sagt Präsidiumsmitglied Christoph Carnier. Und weiter: "Die A1-Bescheinigung stellt die Geschäftsreise- und Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen vor immense organisatorische, prozessuale und finanzielle Herausforderungen. Von der angekündigten Reform würden auch die im EU-Ausland ansässigen Gesellschaften unserer Mitgliedsfirmen profitieren – sie ist daher richtig und folgerichtig, wenngleich auch deutlich zu spät."
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