Corporate Travel Forum

Travel Manager unter Druck

Immer neue Themen stürmen auf die Geschäftsreiseverantwortlichen ein – zugleich verändert sich deren Rolle. Dass es komplizierter wird, wurde beim Corporate Travel Forum deutlich.

Open Booking, Sharing Economy, GDS-Gebühr – in immer kürzeren Abständen prasseln auf die Geschäftsreiseplaner in den Unternehmen neue Themen ein. Diese stehen oftmals nicht nur in Widerspruch zu den etablierten Prozessen im Travel Management. Auch würden die Entscheider mit der Problematik oftmals alleingelassen, kritisierten Planer beim 3. Corporate Travel Forum von HRS und Travel Industry Club in Essen. Partner der Veranstaltung war das Fachmagazin BizTravel.

„Das fängt schon mit der Frage an, was wir denn nun eigentlich in Zukunft sein sollen – Strategen? Einkäufer? Oder Kommunikatoren?“, so Yvonne Moya, Travel Managerin des Lebensmittelkonzerns Unilever. Aus dem Management heiße es häufig „jetzt mach mal!“ Doch das sei alles andere als einfach umzusetzen. Zumal „das Tempo in der Branche inzwischen immens groß ist“, stimmt CWT-Vertriebschefin Martina Eggler zu.

Hinzu kommt, dass Unternehmensphilosophien auch im Travel Management umgesetzt werden müssten sowie die Art und Weise der Kommunikation sich in der virtuellen Welt grundlegend ändere. „Reisende diskutieren mit uns heute verstärkt über die gebuchten Leistungen, weil sie angeblich billigere Preise oder bessere Verbindungen im Internet gefunden haben“, so Adidas-Travel-Manager Achim Schmitz.

Auch plötzliche Umbrüche wie die Einführung der 16-Euro-Gebühr stelle die Geschäftsreiseplaner vor neue und komplizierte Herausforderungen. Schmitz: „Ganz ehrlich - da wissen wir auch keine Lösung.“ Andere Probleme wie Sharing lassen sich hingegen zunächst durch ein grundsätzliches Verbot in den Reiserichtlinien regeln. (OG)

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