Coronavirus

Lufthansa will jeden vierten Europa-Flug streichen

Lufthansa will ihr Flugprogramm in den kommenden Wochen radikal reduzieren.
Imago Images / Roskaritz Eibner
Lufthansa will ihr Flugprogramm in den kommenden Wochen radikal reduzieren.

Insgesamt sollen 23 Flieger stillgelegt und viele Tausend Flüge gestrichen werden: Die Lufthansa will der Corona-Krise mit einem drastischen Sparprogramm begegnen.

So dramatisch hat sich eine Situation selten zugespitzt. Noch vor nicht einmal zwei Wochen teilte die Lufthansa noch mit, dass das Coronavirus praktisch keine Auswirkungen auf ihr Geschäft haben werde. Da ging man noch davon aus, dass die Virusausbreitung auf China beschränkt bleiben würde.

Das hat sich in den vergangenen Tagen geändert: Italien, Iran und Korea sind als weitere Brennpunkte hinzugekommen, und immer weniger Länder sind noch frei von Corona. Nun will die Lufthansa zu den bereits 13 stillgelegten Maschinen 10 weitere hinzustellen. Zudem sollen 25 Prozent aller Europa-Flüge gestrichen werden.

Wie das Luftfahrtportal Aerotelegraph berichtet, plant Airline-Chef Carsten Spohr, jede vierte Kurzstrecke in den kommenden Wochen aufzugeben. Auch auf der Langstrecke werde der Rotstift angesetzt.

Von den Streichungen wird ganz besonders Italien betroffen sein. Auch andere Fluggesellschaften wie Easyjet haben bereits angekündigt, die Verbindungen in den Norden des Landes zu streichen oder zu reduzieren.

Lufthansa-Passagiere, die vor dem 26. Februar 2020 nach Mailand, Bologna, Turin, Verona, Venedig, Triest und Genua gebucht haben und bis zum 9. März reisen wollen, können kostenlos umbuchen. Das teilt die Fluggesellschaft auf ihrer Website mit.

Auch prüfe die größte deutsche Airline Kurzarbeit und Homeoffice, teilte sie mit. Ausgaben, die nicht "absolut notwendig" für den Geschäftsbetrieb sind, würden nicht mehr genehmigt, sagte Spohr.
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