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Top-Ziele für Geschäftsreisen

Von San Francisco nach Schanghai, von Kapstadt nach Rio: BizTravel-Autoren stellen acht wichtige Geschäftsreise-Ziele vor und geben wertvolle Tipps. Die besten Flugstrecken, Hotels und Sehenswürdigkeiten. Und dazu persönliche Empfehlungen.

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San Francisco: Zwischen Bay und Bridge

Die berühmte Golden Gate Bridge. Cable Cars, die durch die hügelige Stadt hüpfen. Und natürlich die ersten Hippies, die hier Joints für den Frieden rauchten: Das und noch vieles mehr macht San Francisco aus. Text von Cathrin Lührs. Ankommen: Lufthansa und Delta Airlines fliegen täglich direkt ab Frankfurt. SAS fliegt seit Neuestem sechs Mal wöchentlich über Kopenhagen nach San Francisco. Schlafen: Die Auswahl an Hotels ist groß, alle internationalen Ketten sind vertreten. Neu eröffnet haben das Zetta Hotel der Viceroy Hotel Group, und das Westin St. Francis wurde für 40 Mill. US-Dollar renoviert. Für ein Vier-Sterne-Haus muss man mit etwa 200 Euro pro Nacht rechnen. Fast alle Hotels verfügen über Tagungsräume. Größere Events sind im unterirdisch gelegenen Moscone Center möglich. www.moscone.com Erleben: San Francisco lässt sich gut zu Fuß und mit Bus, Straßenbahn oder Cable Car entdecken. Von Presidio aus hat man einen tollen Blick auf die Golden Gate Bridge, das Wahrzeichen der Stadt. Lohnenswerte Ziele sind außerdem der riesige Golden Gate Park, die Gefängnisinsel Alcatraz, Pier 39 mit den dort frei lebenden Seelöwen sowie die Lombard Street, die teils besonders kurvenreich ist und ein Gefälle von 27 Prozent hat. Mein Tipp: Etwas anstrengend, aber klasse ist der Aufstieg zum Corona Heights Park an der Ecke Roosevelt Way/Museums Way. Dort ist man fast allein und genießt einen großartigen Blick über Stadt und Bay. Auch toll: Immer dienstags und samstags findet am Ferry Building ein Farmers Market statt, auf dem jede Menge Köstlichkeiten verkauft werden. Business-Knigge: Amerikaner sind meist herzlich, gleichzeitig im Gespräch direkt und pragmatisch. Fragen nach Job und Gehalt sind nicht ungewöhnlich. In geschäftlichen Dingen verzichtet man aber besser auf Direktheit – natürlich auch auf Besserwisserei. Man geht schnell dazu über, seinen Partner mit Vornamen anzureden. Immer seriös kleiden!

Geschäftsreise-Ziel San Francisco

Einreise: Gültiger Reisepass und elektronische Esta-Registrierung mindestens 72 Stunden vor Abreise: https://esta.cbp.dhs.gov Flughafen: 21 km südlich der City. In die Innenstadt über den Highway 101 oder mit der Schnellbahn BART. Taxi inkl. Tip ca. 38 Dollar. Nahverkehr: Sehr gutes ÖPNV-System. Tipp: MUNI-Pass für 1, 3 oder 7 Tage. Gilt für Busse, Metro, Cable Cars und die historische Straßenbahn. Geld: Für 1 Euro erhält man ca. 1,31 US-Dollar. Kreditkarte unverzichtbar, Bargeld wird oft nur in kleinen Scheinen akzeptiert. Zeit: MESZ –9 Stunden Strom: Adapter nötig. Sicherheit: Bei Dunkelheit Viertel wie Little Saigon/ Tenderloin, SoMa, Mission District, Chinatown meiden. Mietwagen: Auf Haftpflicht achten, sich aber keine weiteren Versicherungen aufschwatzen lassen. Telefon: Ländervorwahl nach Deutschland 01149, dann die erste 0 weglassen. IMEX-Stand: C 220

Kapstadt: Traumhafte Kulisse

Eine schönere Szenerie findet man selten: Kapstadt mit dem majestätischen Tafelberg im Rücken ist eine Augenweide. Die zweitgrößte Stadt Südafrikas punktet jedoch nicht nur mit ihrer einzigartigen Lage und den umliegenden Sehenswürdigkeiten wie Robben Island oder dem Kap der Guten Hoffnung. Sie erweist sich mit ihrem Bevölkerungsgemisch als wirklich multikulturelle Metropole. Text von Martin Jürs. Ankommen: Direktflüge von Deutschland nach Kapstadt gibt es im Sommer keine. South African Airways (SAA) fliegt täglich von Frankfurt und München via Johannesburg nach Kapstadt. Emirates bedient Kapstadt über Dubai. KLM fliegt über Amsterdam nach Kapstadt, British Airways via London. Schlafen und Tagen: Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist das Hotelangebot in Kapstadt kräftig gewachsen. Neben diversen Fünf-Sterne-Häusern wie dem One & Only, dem Table Bay, dem Taj Cape Town oder auch dem The Westin direkt neben dem Convention Center, gibt es jede Menge Drei- und Vier-Sterne-Hotels, viele verfügen über Tagungsräumlichkeiten. www.capetown.travel. Erleben: Ein Ausflug auf den Tafelberg darf genauso wenig fehlen wie der Besuch des Cape Points am Kap der Guten Hoffnung. Auch eine Fährfahrt nach Robben Island, im mittlerweile zum Museum umgebauten Gefängnis war Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert, lohnt sich. Besonders quirlig geht es an der V&A-Waterfront mit ihren zahlreichen Cafés, Restaurants und (Souvenir-)Shops zu. Mein Tipp: Ein gemütlicher Spaziergang durch das Malaienviertel im Stadtteil Bo Kaap. Hier leben die Nachfahren früherer asiatischer Sklaven. Ihre meist recht einfachen Häuser leuchten in den unterschiedlichsten Farben. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Longstreet. Hier stehen wunderschön restaurierte Häuser aus viktorianischer Zeit. Heute beherbergen sie Antiquitätenläden, Souvenirshops, Restaurants, Bars und Cafés. Business-Knigge: Der Ton zwischen Geschäftspartnern ist vergleichsweise locker. Die Anrede mit Vornamen ist meist schon nach kurzer Zeit üblich, zumindest auf gleichen Hierarchieebenen. Meiden sollte man Themen wie die Apartheid oder die Aids-Problematik.

Geschäftsreise-Ziel Kapstadt

Einreise: Reisepass reicht, kein Visum erforderlich. Flughafen: 22 km östlich von Kapstadt. Die Fahrt auf der Autobahn N2 ins Zentrum dauert ohne Stau etwa 30 Minuten. Eine Taxifahrt kostet ca. 350 Rand. Die großen Hotels bieten Shuttle-Services. Nahverkehr: Die My-Citi-Busse sind auf mehreren Linien im Stadtgebiet unterwegs, auch der Flughafen ist angebunden. Fahrten vom Airport ins Zentrum kosten 57 Rand. Gesundheit: Kapstadt ist, wie weite Teile Südafrikas, malariafrei. Geld: Landeswährung ist der Rand (ZAR). Er teilt sich in 100Cent. Für einen Euro gibt es derzeit etwa 10,30 Rand. Zeit: Im Sommer kein Zeitunterschied. Im europäischen Winter wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Strom: 220/230 Volt, Euro-Stecker passen. Ansonsten Adapter. IMEX-Stand: C 305

Rio de Janeiro: Die fröhliche Stadt

Südamerika boomt. Schneller als andere Länder haben Brasilien & Co die Krise 2009 überwunden und verzeichnen inzwischen Rekorde bei Wachstum, Investitionen und Jobzuwächsen. Gerade für Rio de Janeiro spielen die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 eine wesentliche Rolle. Text von Oliver Graue. Ankommen: Obwohl sich die Airlines mit neuen Routen überbieten, sind die Kapazitäten knapp. Direkt nach Rio de Janeiro fliegen ab Frankfurt Lufthansa, TAM und Condor. Mit Umsteigen bieten Air France, Alitalia, British Airways, Iberia, KLM und TAP die Strecke an. Dauer ca. 12 Stunden. Schlafen: Hotels sind vergleichsweise teuer, die Preise steigen stark. Zu den besseren bezahlbaren Häusern zählen laut Tripadvisor das Porto Bay (ca. 200 Euro), das Windsor Copa (140), das Novotel (120 Euro) und das Arena Copacabana (190). Erleben: Ein Muss sind die riesige Christusstatue auf dem Gipfel des Corcovado (Zahnradbahn, ca. 24 Euro) sowie der 394 m hohe Zuckerhut (Seilbahn, ca. 24 Euro) und der Bummel an der Copacabana. Wenigstens einen Tag lang sollte man sich aber auch im alten Zentrum von Rio umsehen und mit der einzigen Straßenbahn der Stadt fahren. Die malerische Kulisse begeistert jeden. Mein Tipp: Auch für Nicht-Fußballfans lohnt sich der Besuch eines Spiels im Maracanã-Stadion: Die Stimmung ist einfach fantastisch! Business-Knigge: Brasilianer haben viel Zeit. Hektische Geschäftigkeit lehnt man oft sogar ab. Es ist keine Schande, eine halbe Stunde zu spät zu kommen. Trotz der großen Lässigkeit trägt man im Geschäftsleben Anzug und Krawatte. Brasilianer bevorzugen bunte Farben. Vorsicht: Das uns bekannte Okay-Zeichen (Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis) ist eine sehr unhöfliche Geste.

Geschäftsreise-Ziel Rio de Janeiro

Einreise: Reisepass, der noch 6 Monate gültig ist. Flughafen: Real fährt mit klimatisierten Bussen in die City (45–60 Min., ca. 10 Real). Taxi ca. 70 Real. Währung: Für 1 Euro gibt es ca. 2,60 Real. Normalerweise lässt sich mit EC- und Kreditkarte Geld ziehen. Zurzeit gibt es Probleme. Sicherheit: Das Zentrum (Centro) Rios nach Geschäftsschluss am Samstag und Sonntag meiden und auf Besuche der Elendsviertel (Favelas) verzichten. Im Umkreis des Flughafens keine Handys nutzen (Klonung!). Taxis: Nach Möglichkeit per Bestellservice. Am Flughafen im Airport-Gebäude buchen und zahlen. Zeit: MESZ –5 Stunden. Strom: 110 Volt, 60 Hz, Adapter empfohlen. Telefon: Nach Deutschland nur über Operator: 00 + Operator (z. B. 14) + 49 + Telefonnummer). IMEX-Stand: C 100

Montréal: Leben genießen

Französisches Flair, amerikanischer Schwung: Die kanadische Metropole Montréal fasziniert mit ihrer Melange aus alter und neuer Welt. Altstadt und Wolkenkratzer, Entspannung und Tempo: Kontraste prägen die multikulturelle 1,7-Mill.-Einwohner-Stadt am Sankt-Lorenz-Strom mit ihren Straßencafés und Parks, Märkten und Museen. Großartig: die Festivals. Text von Holger M. Jacobs. Ankommen: Air Canada fliegt täglich nonstop ab Frankfurt, Lufthansa ab München. Umsteigeverbindungen ab diversen deutschen Airports bieten Air France-KLM über Paris oder Amsterdam, British Airways über London, Brussels Airlines über Brüssel sowie Swiss über Zürich. Schlafen und Tagen: Sieben der gut 350 Hotels mit rund 25.000 Zimmern zieren fünf Sterne (Fairmont, Le Crystal, Interconti, Le St. James, Loews, Ritz-Carlton, Sofitel), zudem gibt es über 30 Vier-Sterne-Häuser. Besonders empfehlenswert: Boutique-Hotels wie Le Germain oder St. Paul. Mit im Schnitt gut 100 Euro pro Nacht liegen die Zimmerpreise auf dem Niveau anderer kanadischer Großstädte, aber unter US-Niveau. Tagungen sind in vielen Hotels und im Kongresszentrum möglich. congresmtl.com Erleben: Ein Muss ist die Altstadt mit Place Jacques-Cartier und Place d’Armes mit der Basilika Notre-Dame. Alles zur Stadtgeschichte im Pointe-à-Callière, Kunstfreunde schätzen das Museum of Fine Arts und Musée d’art contemporain. Ganz neu: Planetarium und Wachsfigurenmuseum Grévin. Die Gastronomie ist legendär, ebenso die Eventszene mit Jazz-Festival (Juli) und Pop Montréal (September). Grüne Oase: der Parc du Mont Royal auf dem Hausberg der Stadt. Mein Tipp: Eine Radtour durch die Stadt – individuell mit den Stadträdern von Bixi oder geführt durch Fitz & Follwell. Deren Tour führt zum besten Bagel Shop, La Maison du Bagel, zu Parks und Cafés sowie zum grandiosen Jean-Talon-Wochenmarkt in Little Italy. Business-Knigge: Klassische Bekleidung, lockerer Umgangston, ohne zu schwafeln. Fester Händedruck und Augenkontakt zur Begrüßung, auf ein „How are you?“ wird keine Antwort erwartet, auf ein „Thank you“ folgt ein „You’re welcome“. Vergleiche Kanadas mit den USA ebenso vermeiden wie Fragen nach den Autonomiebestrebungen der frankofonen Provinz Québec.

Geschäftsreise-Ziel Montréal

Einreise: Reisepass reicht, kein Visum erforderlich. Flughafen: Der Pierre Elliott Trudeau International Airport liegt 20 km westlich der Innenstadt. Transfer in die City mit dem Bus 747 (Tagesticket 9 Kanada-Dollar), per Taxi (40 Dollar) oder Limousine (55 bis 60 Dollar). Geld: Für 1 Euro erhält man knapp 1,30 Kanada-Dollar (Stand Mai 2013). Dessen Kurs entspricht in etwa dem des US-Dollars. Klima: Feuchtheiße Sommer, sehr kalte, schneereiche Winter. Nahverkehr: Gut ausgebautes Bus- und Métro-Netz der Société de Transport de Montréal (STM) – einfache Fahrt 3 Dollar, Tagesticket 9 Dollar, drei Tage 18 Dollar. www.stm.info Strom: 110 Volt, 60 Hz – Adapter für Nordamerika notwendig. Telefon: Nach Kanada vor der Vorwahl 001 wählen, von Kanada nach Deutschland 01149. Zeit: MEZ –6 h. Montréal stellt auf Daylight Saving Time um, diese beginnt jedoch früher und endet später (10. 3. bis 3. 11. 2013) als die deutsche Sommerzeit (31. 3. bis 27. 10. 2013). IMEX-Stand: B 280

Dubai: Rekordrausch

Spektakuläre Hotels, beeindruckende Wolkenkratzer, riesige Shopping-Malls: Dubai ist das Land der Superlative, fast nichts scheint unmöglich. Neuestes Megaprojekt ist der Bau des größten Riesenrads der Welt. 2015 soll es in Betrieb gehen. Text von Martin Jürs. Ankommen: Emirates fliegt von Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München zwei, zum Teil sogar drei Mal täglich direkt an den Persischen Golf. Direktflüge bietet auch Lufthansa ab Frankfurt und München an. Hinzu kommen Umsteigeflüge diverser anderer Airlines. Schlafen und Tagen: Die internationalen Hotelketten geben sich in Dubai ein Stelldichein. Kaum ein Unternehmen, das nicht vertreten ist. Etliche Häuser betreibt die Jumeirah-Group, die nach dem Dubaier Ortsteil Jumeirah benannt ist. Neu sind das JW Marriott als höchstes Hotel der Welt und das Fairmont. Im Juni eröffnet ein Sofitel. Erleben: Wer schwindelfrei ist, dem sei ein Besuch des Observation Decks des Burj Khalifa empfohlen. Vom 124. Stockwerk des höchsten Gebäudes der Welt hat man einen einmaligen Blick über das Emirat. Mein Tipp: Ursprüngliches arabisches Flair ist in der modernen Megacity Dubai selten geworden. Am ehesten erlebt man es noch im Gold- und Gewürz-Souk sowie im Fischmarkt.

Geschäftsreise-Ziel Dubai

Einreise: Reisepass, ein Visum erhalten deutsche Staatsbürger bei der Einreise. Flughafen: Dubai International liegt fünf Kilometer südöstlich des Stadtzentrums. In die Stadt geht’s per Metro (Red Line), Bus oder mit dem Taxi. Taxis: Taxifahrten sind recht günstig. Die Dubai Taxi Corporation ist unter der Nummer (+971 4) 2080808 zu erreichen. Geld: Landeswährung ist der Dirham (AED). Ein Euro entspricht etwa 4,2 AED. Zeit: MESZ +2 Stunden. Telefon: Nach Deutschland gilt die 0049. IMEX-Stand: E 500

Neu-Delhi: Stadt der Kontraste

Zwölf Mill. Menschen leben in Neu-Delhi – doch wie eine Großstadt wirkt sie kaum. Autos und Kühe trödeln durch Straßen, Hütten stehen neben Designbauten. Text von Ira Lanz Ankommen: Lufthansa und Air India fliegen von Frankfurt direkt nach Delhi. Dazu gibt es einige Umsteigeverbindungen etwa mit Emirates, Etihad, Qatar, Gulf Air, Turkish Airlines, Swiss oder KLM. Diese Verbindungen sind aber mindestens zwei Stunden länger, können sich manchmal aber preislich lohnen. Schlafen: Delhi bietet zahllose Hotels jeder Couleur. Neben indischen Nobelherbergen wie Oberoi, Taj, Leela oder Claridges sind auch internationale Ketten vertreten. Eine Übernachtung in indischen Luxushäusern schlägt mit etwa 120 bis 200 Euro zu Buche. Frisch eröffnet ist ein Vivanta by Taj im Geschäftsviertel Gurgaon, das rund 30 Kilometer südlich vom Zentrum nahe dem Flughafen liegt. Erleben: Wer einen Tag Zeit hat, sollte unbedingt das sagenhafte Taj Mahal im 200 Kilometer entfernten Agra anschauen. Mein Tipp: Im Delhi Golfclub warten 27 Löcher. 18 formen einen zackigen Championship Course. Die Greenfee für Ausländer beträgt 30 bis 40 Euro. Business Knigge: Zu ernstes Dreinschauen verunsichert die Inder. Lächeln bringt weiter. Am Anfang joviale Körperkontakte unbedingt vermeiden. Es herrscht eine starke Hierarchie-Orientierung. In Indien gilt die linke Hand als unrein. Wer mit links etwa Speisen weiterreicht, erntet versteinerte Blicke.

Geschäftsreise-Ziel Neu-Delhi

Einreise: Visum ist erforderlich. Flughafen: 23 km südlich von Delhi. Alle 25 Minuten fährt ein Bus in die City (mind. 50 Minuten). Vom internationalen Terminal fahren luxuriösere Busse mit Klimaanlage bis zum Bahnhof. Autovermietung ausschließlich mit Fahrer. Taxis stehen reichlich zur Verfügung. Gesundheit: Bei Direktflug aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Genaue Infos unter: www.crm.de Geld: 1 Euro entspricht etwa 69 indischen Rupien. Gängige Kreditkarten können zumindest in den Großstädten verwendet werden. Zeit: MESZ +3,5 Stunden. Strom: 220 Volt, Adapter nötig. IMEX-Stand: B 300

Bangkok: Hektisch und ruhig

Chaotische Straßen, moderne Einkaufszentren und stille Tempel: Gegensätze prägen Thailands Hauptstadt Bangkok. Text von Oliver Graue. Ankommen: Direkt verkehren Thai Airways und LH ab Frankfurt und München (Thai morgens ab Frankfurt mit einem A-380). Flugdauer 11 h. Mit Emirates über Dubai, mit Etihad/Bangkok Airways über Abu Dhabi. Bangkok Airways fliegt weiter zu 24 thailändischen/asiatischen Zielen. Schlafen: Große Auswahl an qualitativ guten und dennoch preisgünstigen Häusern. Top 3 der Tripadvisor-Business-Hotels sind das Mandarin Oriental (260 Euro), das Sheraton Sukhumvit (145 Euro) und das Chatrium Riverside (70 Euro). Erleben: Auch wenn sich der Eintrittspreis auf 500 Baht verdoppelt hat: Die eindrucksvollste Sehenswürdigkeit Bangkoks ist der Königspalast mit seinen 100 Gebäuden. Hauptattraktion: der Tempelbezirk Wat Phra Kheo mit dem berühmten Smaragdbuddha. Toll sind auch die Tempel Wat Pho und Wat Arun und – als Kontrast – der Baiyoke II Tower im Stadtteil Ratchathewi. Einmaliges Panorama vom 84. Stock (ca. 200 Baht)! Mein Tipp: Zu Bangkok gehört das dichte Kanalnetz der Khlongs, als Arbeitswege und schwimmende Marktplätze genutzt. Das ganze Leben der Stadt zeigt sich bei einer Fahrt auf dem Khlong Bangkok Noi zum Bang-Yai-Markt. Von dort auf dem Khlong Om bis zum Chao Phraya (Nonthaburi) – zurück mit dem Express Boat.

Geschäftsreise-Ziel Bangkok

Einreise: Reisepass, Visum bei Einreise (gilt bis 30 Tage). Flughafen: Schnellzug Suvarnabhumi Airport Link Express zum City Air Terminal in Makkasan. Taxis: Nur Taxis mit dem Leuchtbalken „Taxi-Meter“ nehmen und aufs Einschalten des Taxameters bestehen (sonst aussteigen). Stadtfahrten 50– 100 Baht. Wer das Risiko liebt, nimmt ein Tuk-Tuk. Handeln! Sicherheit: Vorsicht vor Schleppern, die einem wertlose Edelsteine andrehen. Geld: Für 1 Euro gibt es etwa 38 Baht. Die Gebühren sind hoch, daher größere Beträge ziehen. Strom: Adapter nur in abgelegenen Gebieten nötig. IMEX-Stand: B 150

Schanghai: Chinas Schaufenster

Von der einst verschlafenen Kolonialstadt zu Chinas Wirtschaftsmetropole Nummer eins: Schanghai symbolisiert den rasanten Aufstieg der Volksrepublik zur Weltmacht. Doch trotz ihrer Größe ist Schanghai auch die grünste und westlichste aller chinesischen Megastädte. Text von Oliver Graue. Ankommen: Direktverbindungen etwa mit Air China/Lufthansa ab Frankfurt und München oder mit China Eastern ab Hamburg und Frankfurt. Zahlreiche Umsteigeflüge, beispielsweise mit SAS über Kopenhagen, Etihad, Emirates oder Hainan Airlines ab Berlin über Peking. Schlafen: Die Auswahl an Hotels ist riesig. Gute Häuser (HRS- oder Holidaycheck-Bewertungen) ab 60 bis 70 Euro pro Nacht. Top-3-Häuser sind laut Adam Qian, HRS-Chef in Schanghai, das Swissotel (ab 135 Euro), das Eton (ab 140 Euro) und das Bodi Boutique in Pudong (ab 70 Euro). Erleben: Einen sehr guten Überblick bietet die Fahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus von Spring. Er hält an den 20 wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem Ufer „Bund“ und dem eindrucksvollen Wolkenkratzer-Distrikt Pudong. Das 24-Stunden-Ticket kostet 30 Yuan (4 Euro). Einen Besuch wert sind auch das (historische) Shanghai Museum, das Planning Museum, das die Entwicklung der Stadt zeigt, sowie der Yu Yuan, einer der schönsten chinesischen Gärten. Mein Tipp: Rundbrücken, Gondeln, Holzhäuschen: Das 1000 Jahre alte Qibao, nur wenige U-Bahn-Stationen (U9) von Schanghai-City entfernt, präsentiert sich wie Klein Venedig. Hunderte von Händlern an der Old Street bieten allerhand kuriose Souvenirs und Speisen.

Geschäftsreise-Ziel Schanghai

Einreise: Visum ca. 4 bis 6 Wochen vor der Reise bei einem der Chinese Visa Application Center beantragen. Antrag online ausfüllen. Kosten ca. 60 Euro. Flughafen: Vom Flughafen fährt der Transrapid (Maglev) in 8 Minuten zur U-Bahn-Station Lóngyánglù. Von dort mit der U2 oder U7 weiter. Alternativ: Das Taxi kostet ca. 10 Euro. Nahverkehr: Sehr gut ausgebautes U-Bahn-System, pro Fahrt 2 bis 4 Yuan. Taxis sind ebenfalls günstig – auf Taxameter bestehen! Sprache: Englisch spricht kaum jemand. Daher immer Stadtplan und Ziele in chinesischen Schriftzeichen dabeihaben (dem Taxifahrer zeigen). Geld: Mit Kreditkarte am Automaten ziehen. Für 1 Euro gibt es 7 bis 8 Yuan. Zeit: MESZ +6 Stunden. Strom: Wie bei uns Gesundheit: Kein Leitungswasser trinken! Ärzte über Parkway Health. IMEX-Stand: B 380

Alle wichtigen Infos zur IMEX kurz gefasst

Datum: 21. bis 23. Mai Öffnungszeiten: 10 bis 17.30 Uhr, 23. Mai nur bis 16.30 Uhr Ort: Halle 8 der Messe Frankfurt Aussteller: 2012 etwa 3500 Aussteller aus 157 Ländern. Darunter Kongress- und Tourismusbüros, Hotels, Kongresszentren, Messen, Technikanbieter, Fluggesellschaften, Luxuszüge, Verbände. Eintritt: frei für BizTravel-Leser, die sich unter imex-frankfurt.com/register anmelden. Als Quelle „BizTravel“ angeben. Seminarprogramm: mehr als 90 Seminare und Workshops, darunter viele in deutscher Sprache, die Teil der GCB-Seminartage sind. go.biztravel.de/imex-seminare Compliance Day: Am 21. Mai beschäftigt sich der GCB in mehreren Seminaren mit dem Thema „Bestechung“. Um 9 Uhr etwa spricht der einstige Ferrostaal-Vorstand Andreas Pohlmann über „Incentive-Reisen als Compliance-Risiko“. Um „Compliance als Chance“ geht es um 12.30 und 14 Uhr. Der Verband Veranstaltungsplaner.de bietet zudem eine „Compliance-Klinik“ an – er steht Besuchern Rede und Antwort. Social Media Day: Am 22. Mai, 9 Uhr, erklärt der Analyst Tim Cole, wie Mittelständler die nächste Stufe der Internet-Revolution erfolgreich nehmen. Um 12.30 und 14 Uhr zeigt Marketing-Experte Sanjay Sauldie, wie sich Website, Social Media und klassisches Marketing verknüpfen lassen. Um rechtliche Fragen geht es in einem Workshop um 16 Uhr. Persönlichkeit & Erfolg: Die Themen Fitness, Gesundheit, Ernährung und Selbstmotivation stehen im Fokus der GCB-Seminare am 23. Mai (9 bis 13.30 Uhr). Referenten sind Patric Heinzmann und Marco Freiherr von Münchhausen.

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