Business-Knigge

Business-Knigge für Kasachstan

Anzug und Krawatte, pünktliches Erscheinen und ein fester Händedruck - mit diesen und weiteren Tipps können Sie auf Dienstreise in Kasachstan punkten.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, auch wenn sich die Konjunktur des Landes zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Die Wirtschafts- und Währungskrise des Nachbarn Russland und der niedrige Rohölpreis haben ihre Schleifspuren in der Ökonomie des Ölförderlandes hinterlassen. Für Deutschland ist Kasachstan der mit Abstand wichtigste Handelspartner in Zentralasien. Das bilaterale Handelsvolumen lag im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt bei 6,1 Mrd. Euro. Insgesamt sind etwa 200 deutsche Unternehmen in Kasachstan vertreten. Die Summe deutscher Direktinvestitionen ist mit rund einer Milliarde Euro bislang überschaubar. Ein Grund hierfür ist, dass die Bundesregierung für Geschäfte in Kasachstan nur eingeschränkte Exportgarantien vergibt. Wer auf einem Markt wie Kasachstan Fuß fassen will, sollte sich systematisch vorbereiten. Verhandlungen verlangen – wie auch in anderen asiatischen Ländern – deutlich mehr Zeit, Geduld und Aufwand und verursachen damit auch höhere Kosten als Geschäfte in Europa. Lohnen tun sie sich trotzdem.

Tipps und Tabus

Kleidung: Für Männer sind Anzug und Krawatte Pflicht. Frauen sollten Rock oder Kostüm tragen. Auch wenn in Kasachstan der Islam nur abgeschwächt in Erscheinung tritt, sollten Frauen möglichst wenig Haut zeigen.

Pünktlichkeit: Pünktliches Erscheinen wird erwartet.

Begrüssung: Männer geben sich die Hand, oft werden auch beide Hände gereicht. Einer Frau wird dagegen von Männern nicht unbedingt die Hand gegeben.

Verhandlungen: Geduld ist gefragt. Es gilt, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Tabus: Politische Themen wie die lange Amtszeit Nasarbajew sollten gemieden werden.

Mehr zu Kasachstan: Seite 52/53

Quelle: Company Tip

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