Business-Knigge

Benimm-Regeln für Peru

In Peru sollten geschäftliche Dinge erst beim dritten Gang oder beim dritten Drink ins Gespräch gebracht werden. Weitere Tipps für erfolgreiche Verhandlungen in dem südamerikanischen Land lesen Sie hier.

Der berühmteste Ort Perus liegt in 2360 Metern Höhe: Die Ruinenstadt Machu Picchu. Bei der gut erhaltenen Anlage handelt es sich um eine wohl Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute Inka-Siedlung. Einst wohnten hier um die 1000 Menschen, heute werden Hunderttausende von Touristen im Jahr durchgeschleust. Angesichts dieser Anziehungskraft überrascht es nicht, dass der Tourismus mittlerweile den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig des Landes stellt. Noch größere Bedeutung kommt lediglich dem Bergbau zu. Insgesamt betrug das peruanische Bruttoinlandsprodukt zuletzt etwa 202 Mrd. US-Dollar (190 Mrd. Euro). Nach Jahren des dynamischen Wachstums hat die Wirtschaftsentwicklung in der jüngeren Vergangenheit deutlich an Schwung verloren. So verringerte sich der BIP-Zuwachs zwischen 2010 und 2014 von 8,9 auf 2,3 Prozent.

Entsprechend ist auch das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Peru leicht gesunken. Zu den wichtigsten Exportgütern aus Deutschland in Richtung Peru zählen Maschinen, Kraftfahrzeuge und pharmazeutische Produkte. Doch unabhängig vom Wirtschaftszweig, wer in dem südamerikanischen Land Geschäfte machen will, muss Geduld mitbringen. Sie ist die Basis für erfolgreiche Verhandlungen. Am besten verlaufen Treffen, wenn man das Geschäftliche in gutes Essen und Trinken integriert. Wichtig: Geschäftliche Dinge erst beim dritten Gang oder beim dritten Drink ins Gespräch bringen.

Tipps und Tabus für Geschäftsreisen nach Peru

Kleidung: Anzug und Krawatte sind für Männer Pflicht. Schuhe sollten auf Hochglanz poliert sein. Einheimische tragen im Sommer auch bei Geschäftsterminen schon mal Guayaberas, traditionelle Hemden ohne Kragen.Pünktlichkeit: Ein pünktliches Erscheinen wird von Besuchern erwartet.Begrüßung: Es reicht ein Handschlag.

Verhandlungen: Geduld ist das oberste Gebot. Bevor es um die Sache geht, ist zunächst intensiver Small Talk angesagt. In Verhandlungen sollte man nicht zu dominant, jedoch selbstbewusst auftreten.Tipps und Tabus: Beliebte Gesprächsthemen sind die Familie und Fußball. Die indigene Bevölkerung Perus sollte man nicht als Indios bezeichnen.

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