Brandkatastrophe in Bayern

Hotelier muss drei Jahre in Haft

Bei einem Feuer in einem Hotel im oberbayerischen Schneizlreuth waren im vergangenen Jahr sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Hotelier und Event-Anbieter soll sich nicht ausreichend um den Brandschutz gekümmert haben.

Der Hotelbetreiber habe den Brandschutz in dem Haus eklatant missachtet und daher den Tod der sechs Menschen verschuldet. So urteilte nun das Landgericht im oberbayerischen Traunstein. Bei dem Hotel, das er an eine Event-Gruppe vermietet hatte, handelte es sich um einen ehemaligen Bauernhof. Zu Pfingsten 2015 hatte das Feuer die Gäste in Schneizlreuth im Schlaf überrascht.

Die Richter sehen in dem Fall eine sechsfache fahrlässige Tötung und mehrfache fahrlässige Körperverletzung. Das Feuer soll durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöst worden sein, welche den gewesen Wäscheschrank in Brand gesetzt haben soll. Die Männer schliefen im Dachgeschoss und hatten keine Möglichkeit zu flüchten.

Eine oberbayerische Firma hatte den Trip als Incentive für besonders erfolgreiche Verkäufer veranstaltet. Der Hotelier und Event-Anbieter habe habe sich nicht um den Brandschutz gekümmert. Den Lokalpolitikern soll dies bekannt gewesen sein.

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