Blacklane-Untersuchung

Im Sauseschritt durch den Airport

Reisende kommen laut Blacklane im Vergleich mit anderen internationalen Drehkreuzen relativ schnell durch den Airport in München.
Flughafen München GmbH
Reisende kommen laut Blacklane im Vergleich mit anderen internationalen Drehkreuzen relativ schnell durch den Airport in München.

Geschäftsreisende haben es eilig. Das gilt auch am Airport. Doch nicht überall kommen Reisende so zügig voran wie gewünscht. Der Chauffeur-Anbieter Blacklane hat ermittelt, an welchen Flughäfen es Reisende besonders schnell vom Flieger bis zum Airport-Ausgang schaffen und wo es besonders lange dauert.

Der weltweite Durchschnitt den Reisende für die Zeit von der Landung bis zur Weiterreise – im Falle dieser Untersuchung via Chauffeurservice – benötigen, beträgt laut Blacklane 23 Minuten bei Inlandsflügen und 38 Minuten bei internationalen Verbindungen. Durchaus akzeptable Zeiten, jedoch mit deutlichen Abweichungen nach oben und nach unten.

Zehn von elf der schnellsten Flughäfen weltweit für internationale Ankünfte befinden sich dabei in Europa. Die Nummer eins ist dabei Luxemburg, wo Reisende von außerhalb des Schengen-Raums im Schnitt lediglich 15,5 Minuten benötigen, um von ihrem Flugzeug bis auf den Rücksitz zu gelangen. Rotterdam folgt knapp dahinter mit 16 Minuten.

Zu den schnellsten Flughäfen zählen laut Blacklane häufig diejenigen aus der zweiten oder sogar dritten Reihe: In Bergamo (BGY) und Linate (LIN), die als Mailands zweit- und drittgrößte Airports zählen, benötigen die Reisenden nur knapp über 20 Minuten zum Fahrzeug. London City (LCY), der kleinste unter den fünf Flughäfen der englischen Hauptstadt, liegt bei 21 Minuten. Shanghai Hongqiao International Airport (SHA) verzeichnet 40 Prozent weniger Passagieraufkommen als Shanghai Pudong International Airport (PVG) und dürfte auch deshalb schneller sein.

Vermutlich tragen kleinere Flugzeuge und Terminals zur Schnelligkeit dieser Flughäfen bei. Zudem dürfte in Europa eine Rolle spielen, dass dortige Flughäfen Bürger des Vereinigten Königreichs und EU-Bürger gemeinsam abfertigen. Diese Gruppe kann häufig schneller einreisen, da mehr Personal und moderne Technologien wie elektronische Pass-Überprüfung zum Einsatz kommen.

Unter den großen internationalen Drehkreuzen weisen München mit einer Median-Zeit von 30 Minuten und Frankfurt mit 33 Minuten die besten Durchschnittswerte aus, gefolgt von Singapur (36 Minuten), Madrid (38 Minuten) und Amsterdam (39 Minuten). Der langsamste Flughafen bei internationalen Ankünften ist Kansai International Airport (KIX), der das japanische Osaka bedient. Ein Grund könnte das mit 1,7 Kilometer längste Terminal-Gebäude der Welt sein. Hier benötigt der Reisende im Schnitt mehr als 80 Minuten vom Flieger bis zum Rücksitz der Blacklane-Limousine. Doch auch Tokio, Santiago de Chile, Dubai, Buenos Aires und Mexiko-Stadt schneiden mit einer Median-Zeit von mindestens 52 Minuten für den Weg vom Flieger bis zum Fahrzeug nicht besonders gut ab.

Vergleicht man allein die Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei den internationalen Ankünften, teilen sich Basel und Hannover den ersten Platz mit einer Median-Zeit von lediglich 21 Minuten. Dicht dahinter folgen bereits Köln-Bonn (22 Minuten) und der Flughafen Berlin-Tegel (22 Minuten), die beide erheblich größere Passagieraufkommen abfertigen als die zwei Erstplatzierten.

Betrachtet man ausschließlich die Ankünfte von Inlandsflügen bzw. aus dem Schengen-Raum, zeigt sich ein ähnliches Bild. Innsbruck, Dresden und erneut Berlin-Tegel nehmen die ersten Plätze ein. Schlusslichter sind Genf, München und Hamburg.

Die von Blacklane durchgeführte Untersuchung bildet die Zeit ab, die Reisende benötigen, um das Flugzeug zu verlassen, ihr Gepäck aufzunehmen, Einreise und Zoll hinter sich zu bringen und sich gemeinsam mit dem Chauffeur zum Fahrzeug zu begeben. Die Datenauswertung berücksichtigt weder die Nationalität der Reisenden, ihren Vielfliegerstatus, ihr Alter oder das Vorhandensein von Aufgabegepäck. Außerdem werden Flüge innerhalb des Schengen-Raums als Inlandsflüge gewertet, da die 26 teilnehmenden europäischen Staaten keine Grenzkontrollen untereinander durchführen. Das Unternehmen verglich seit August 2018 den Zeitpunkt, zu dem die Reisenden ihren Flugzeugsitz verließen (offizielle Ankunftszeit des Fluges) mit dem Zeitpunkt, zu dem sie auf dem Rücksitz ihres Chauffeur-Fahrzeugs Platz nahmen. Der Datensatz umfasste Hunderttausende Flüge an Hunderten von Flughäfen in aller Welt.


Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats