Bei Visa Pflicht

USA-Reisende müssen Social-Media-Zugänge nennen

Die USA verschärfen ihre Einreisebedingungen weiter: Wer ein Visum benötigt, muss ab sofort seine Social-Media-Zugänge nennen.
CBP
Die USA verschärfen ihre Einreisebedingungen weiter: Wer ein Visum benötigt, muss ab sofort seine Social-Media-Zugänge nennen.

Wer bei Facebook, Twitter & Co angemeldet ist, muss den Grenzbeamten der USA ab sofort seine Zugänge verraten. Die geposteten Inhalte in den sozialen Netzwerken dürfen dann überprüft werden.

Bislang war die Angabe freiwillig, nun ist sie verpflichtend: Wer in die USA einreisen will, sollte mit seinen Beiträgen auf Facebook und Co in Zukunft sehr vorsichtig sein. Denn bei der Beantragung von Touristen- und Geschäftsvisa für die USA (sogenanntes B1/B2-Visum) müssen Reisende ab sofort die genutzten Social-Media-Plattformen angegeben. Dies gilt rückwirkend für alle Kanäle der vergangenen fünf Jahre. Genannt werden muss der jeweilige Nutzername, nicht jedoch das Passwort.

Für Esta gilt dies noch nicht. Hier ist die Angabe nach wie vor freiwillig. Die Esta-Methode dürfen jedoch nur Angehörige gewisser Staaten – darunter auch Deutschland – nutzen. Auch gilt sie nicht für jeden Besuchszweck.

Auch in den Visumsanträgen kann theoretisch weiterhin ein "None" bei den Social Media angegeben werden. Wer dies tut und dennoch in den vergangenen fünf Jahren auf einem der Kanäle tätig war, sollte davon jedoch Abstand nehmen. "Wir raten klar davon ab", sagt Alexander Langhans, Chef des Visumdienstleisters Visumpoint. "Denn gegebenenfalls werden Sie dann beim Interviewtermin oder bei der Einreise auf Ihre Angaben angesprochen."

Besser sei es, von Anfang an wahrheitsgemäß zu antworten, um widersprüchliche Informationen, die zu einer Ablehnung des Antrags führen könnten, von vornherein auszuschließen. "Antragsteller sollten aus demselben Grund sicherstellen, dass alle öffentlich zugänglichen Informationen auf den angegebenen Plattformen mit den Angaben im Visumantrag übereinstimmen", so Langhans weiter. Dies betreffe zum Beispiel die Nennung des aktuellen Arbeitgebers.

Auch eine Deaktivierung der Social-Media-Zugänge vor der Reise bringe nichts. Der Zugriff auf die in den Profilen hinterlegten Informationen sei unter Umständen dennoch möglich.

 

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