Auf gutem Weg

Reisenden könnten Bahnstreiks erspart bleiben

Vieles deutet darauf hin, dass sich Bahn und Lokführer in ihren Tarifgesprächen doch noch einigen. Mit der Lokführer-Gewerkschaft GDL wird derzeit jedenfalls um letzte Details gerungen.

Käme es zu einer Einigung, wären die DB-Kunden mehr als zwei Jahre vor Streiks geschützt. Mit der Lokführer-Gewerkschaft GDL ist derzeit die siebte und möglicherweise letzte Verhandlungsrunde im Gange. Vor den Gesprächen zeigten sich beide Seiten optimistisch, einen Abschluss erreichen zu können. Mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG ist sich das Unternehmen bereits seit Dezember einig.

In den Verhandlungen mit der GDL geht es unter anderem um Pausenregelungen und den Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln. „Wir lehnen es ab, dass unsere Leute rund um die Uhr erreichbar sein sollen“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky vor dem Beginn. „Wenn wir uns gemeinsam ins Zeug legen, sollte es auch gelingen, zu Lösungen zu kommen“, meinte Bahn-Personalchef Martin Seiler.

Mit der konkurrierenden EVG hatte sich die Bahn bereits im Dezember auf einen Abschluss verständigt. Die Laufzeit beträgt 29 Monate bis Ende Februar 2021. Solange sind auch die Fahrgäste der Bahn vor EVG-Streiks geschützt. Die Bahn strebt mit der GDL die gleiche Laufzeit an.

Von den rund 160.000 Tarifbeschäftigten der Bahn gehören rund 36.000 zum Fahrpersonal, dessen Belange von beiden Gewerkschaften vertreten werden. (dpa)

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