Airlines im Porträt

Air Berlin, Air Namibia, Korean Air

BizTravel stellt in einer neuen Serie die wichtigsten Airlines vor. Heute: Air Berlin, Air Namibia, Korean Air.

Vor 100 Jahren gründete Alfred Colsman die erste Fluggesellschaft der Welt: die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft Delag. Heute sind über 6000 Airlines unterwegs, und selbst Branchenexperten fällt der Überblick schwer. Hier ein Überblick:

Air Berlin

Von einer kleinen Chartergesellschaft zur zweitgrößten Fluglinie Deutschlands lagen bei Air Berlin gut 30 Jahre. Im Juli 1978 hatten zwei Amerikaner die Airline im US-Staat Oregon gegründet: für Flüge nach West-Berlin, das von der Lufthansa nicht angesteuert werden durfte. Zum wichtigsten Ziel wurde jedoch Mallorca – und ist es bis heute geblieben. Die Expansion begann 1991, als Air-Berlin-Chef Joachim Hunold seine Gesellschaft neu positionierte und schließlich 2006 an die englische Börse brachte. Im selben Jahr kaufte Air Berlin den Konkurrenten DBA, 2007 auch die Traditions-Airline LTU. Mit TUIfly besteht seit März 2009 eine strategische Allianz, mit der russischen S7 arbeitet Hunold zusammen. Mit ihren über 130 Jets fliegt die Linie mittlerweile fast 100 Ziele in aller Welt an.

Air Berlin – Deutschlands Nummer 2

Streckennetz: Air Berlin fliegt ab 19 deutschen Airports etwa 100 Ziele an. Außer Ferienzielen am Mittelmeer zählen dazu viele europäische Städte. Durch die LTU-Übernahme kamen Fernstrecken hinzu.

Flotte: 131 Maschinen, davon 37 Boeing B-737 und 55 Airbus A-319/320/321.

Heimatflughafen: Berlin (Tegel). Weitere Drehkreuze: Düsseldorf, Palma de Mallorca, Nürnberg, Zürich.

Angebote für Firmenkunden: individuell vereinbarte, vollflexible Firmenraten, die kostenfrei umbuchbar und stornierbar sind. Buchung übers Geschäftsreisebüro.

Neu: Erstmals fliegt Air Berlin in diesem Sommer Israel an: Zwei Mal pro Woche geht es von Berlin nach Tel Aviv. Ab 4. November steht zudem Pristina, Hauptstadt des Kosovo, auf dem Flugplan (ab Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, München).

Air Namibia

Seit 1990 ist das einstige Südwestafrika unabhängig – nachdem es bis zum Ersten Weltkrieg noch deutsche Kolonie war und danach unter südafrikanischer Verwaltung stand. Namibia, wie das Land seither offiziell heißt, nahm mit seiner Fluggesellschaft noch im selben Jahr die Route Frankfurt–Windhuk auf. Gegründet wurde die Gesellschaft allerdings schon 1946, damals noch unter dem Namen South West Air Transport. Die ersten direkten Flüge zwischen der Hauptstadt Windhuk und Kapstadt in Südafrika fanden 1989 statt, als Air Namibia noch Namib Air hieß. Mit zwei von Lufthansa geleasten und auch gewarteten Airbus A-340 fliegt die Gesellschaft heute nach Frankfurt. Für innerafrikanische und für Inlandsflüge werden kleine Beechcraft und Boeing B737 eingesetzt.

Air Namibia – Nonstop nach Namibia

Streckennetz: Ab Frankfurt sechs Flüge pro Woche nach Windhuk, nonstop und über Nacht. Von Windhuk weiter nach Südafrika, Simbabwe, Angola, Botswana und in weitere Staaten Afrikas.

Flotte: Airbus A340 (ab Frankfurt), Boeing B737, Beechcraft 1900 (für Flüge innerhalb Namibias).

Heimatflughafen: Windhuk

Klassen: Business (1,52 m Sitzabstand), Economy (80 cm Sitzabstand)

Angebote für Firmenkunden: Bonusprogramm Rewards für Vielflieger, daneben sind auf Nachfrage Firmenraten und erhöhtes Freigepäck möglich.

Neu: Seit Juli verkehrt Air Namibia statt wie bislang fünf Mal nun sechs Mal zwischen Frankfurt und Windhuk. Neu ist der Freitagsflug. Nur mittwochs wird nicht geflogen.

Korean Air

Die südkoreanische Airline feiert in diesem Jahr runden Geburtstag, denn die Fluggesellschaft nahm 1969 den Liniendienst auf. 1990 bot Korean Air als erste Fluggesellschaft eine Nonstop-Verbindung zwischen Europa und Südkorea an. Die privat geführte Airline ist Gründungsmitglied der Luftfahrt-Allianz Skyteam um Air France/ KLM. Die Langstrecken werden in einer Drei-Klassen-Konfiguration geflogen. Wobei die Gesellschaft angekündigt hat, ihre First- und Business-Class zu modernisieren – obwohl die letzte Erneuerung erst vier Jahre zurückliegt. Teil dieser Modernisierung für 150 Mill. Euro ist der Einbau modernerer Sitze wie auch eines noch umfangreicheren Audio- und Video-on-Demand-Systems.

Korean Air – Täglich nach Südkorea

Streckennetz: Von Deutschland aus fliegt Korean Air täglich ab Frankfurt nach Seoul/Incheon. Von dort bietet Korean zahlreiche Anschlussflüge zu Zielen innerhalb und außerhalb Asiens.

Flotte: Im Passagiergeschäft unterhält die Airline 102 Boeing- und Airbus-Maschinen. Auf der Deutschland-Strecke kommen Flugzeuge des Typs Boeing B747400 zum Einsatz. Das Durchschnittsalter der Flotte beträgt neun Jahre.

Heimatflughafen: Incheon International Airport in Seoul

Angebote für Firmenkunden: Bonusprogramm Skypass, gesonderte Übergepäckregeln für Firmenkunden möglich.

Neu: Zum 40-jährigen Bestehen bietet die Fluggesellschaft spezielle Geburtstagstarife an. In Zusammenarbeit mit Koreas Fremdenverkehrsamt gibt es ein eigenes Zwischenstopp-Angebot für Business-Class-Kunden.

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