abta Business Travel Lounge

Nomadisch-digitale Sozialisten

Der Geschäftsreiseverband beschäftigte sich mit Zukunftsthemen. Wie buchen und reisen die Digital Natives? Und wie wichtig werden Videokonferenzen?

Im Jahr 2025 sind die Digital Natives in der Überzahl, die Millennials (1980 bis 1997 geboren) übernehmen das Steuer. Wie immer die Bezeichnungen für die Angehörigen der Generation, die als erste im Netz sozialisiert wurde, auch lauten mögen: Tatsache ist, dass sich durch die veränderte Lebenseinstellung der jungen Menschen auch das Business Travel gehörig verändern wird.

Das ist nur eine der Erkenntnisse der Business Travel Lounge des österreichischen Travel-Manager-Verbandes abta, die diesmal im Headquarter der A1 Telekom Austria in Wien stattfand. Thematisch ging es rund um die Zukunft. Markus Grasel, Head of Travel Management bei A1 Telekom, und abta-Präsident Hanno Kirsch führten durch den Abend.

Eines der Kennzeichen werde der Trend zu Smart Living, erläuterte Andreas Reiter, Chef des ZTB-Zukunftsbüros. Der Zugang zu Produkten werde wichtiger als das Besitzen; das Teilen von Ideen, Meinungen aber auch von Dingen und Mobilität werde wichtig. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit lösten sich auf, die Arbeit selbst werde zeit- und ortslos. Aus dem Internet werd das Evernet, und wichtig für das Travel Management werde der Trend zum späteren Ruhestand. Nach den Worten Reiters sind die Angehörigen der Generation Y, ein weiterer gern gebrauchter Begriff, so etwas wie digitale Sozialisten, die Produkte, Informationen und Erfahrungen teilen.

Das Kurzfristige, Provisorische werde zur bestimmenden Konstante. Die Organisation der Arbeitswelten verlange von den Unternehmen hohe Agilität, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Travel Management. An die Stelle des Kollektivs trete das virtuelle Konnektiv, wofür Videokonferenzen ein gutes Beispiel seien. „Aber das Technische muss im Hintergrund laufen. Das wirklich Entscheidende passiert im persönlichen Kontakt“, so Reiter. „Social Travel & Resonanz gewinnen an Bedeutung, die Erlebnistiefe wird zum neuen Statussymbol.“

Zu einem anderen Zukunftsthema – Videokonferenzen oder Flug – stellte Georg Pinsolitsch von A1 fest, dass mit großen und kostengünstigen Displays sowie leistungsfähigen Datenleitungen langwierige Dienstreisen wirksam reduziert werden könnten. „Der persönliche Kontakt kann dadurch aber nicht ersetzt, nur ergänzt werden“, so der Experte. Sinnvoll seien Lösungen wie „1 zu n Teilnehmern“, wenn auf einer Seite mehrere Personen an der Videokonferenz teilnehmen. Dann sei man mit dem Thema viel schneller durch, Ersparnis und Nutzen seien größer. (OG)

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