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Von A-380 über Air Berlin, Aamadeus, Deutsche Bahn, Flixbus, Jet Airways, Lufthansa bis Ryanair

Der A-380 könnte zum Hunderte-Millionen-Grab für die Steuerzahler werden.
Airbus
Der A-380 könnte zum Hunderte-Millionen-Grab für die Steuerzahler werden.

Airbus-Chef will A-380-Darlehen nicht ablösen

Der Flugzeug-Hersteller Airbus sieht sich nicht in der Pflicht, die Staatskredite für den vor dem Aus stehenden Riesenflieger A-380 zurückzuzahlen. Die Regierungen hätten ihre Unterstützung für den weltgrößten Passagierjet als Risikopartner gewährt, sagte der scheidende Airbus-Chef Tom Enders der "Financial Times". Airbus hatte von Deutschland, Großbritannien und Frankreich hunderte Millionen Euro erhalten, die als rückzuzahlende Startinvestition definiert waren.


Jet Airways hat bereits 25 Jets gegroundet

25 Maschinen stehen am Boden, mehr als 100 Flüge täglich fallen aus: Die indische Jet Airways – vor wenigen Jahren noch Vorzeige-Carrier – kann nicht mehr alle Leasingraten bezahlen. Die Gewerkschaft spricht sogar von 43 gegroundeten Flugzeugen.  Laut Management soll die Krise in einem Monat gelöst sein. Dies geschehe durch Eigenkapitalzufuhr, Umschuldung, Verkauf (Sale and Lease Back) und Refinanzierung von Flugzeugen.

Italienische Arbeitsaufsicht wirft Ryanair schwere Verstöße vor

Die italienische Arbeitsaufsichtsbehörde wirft der irischen Billigairline Ryanair "schwere Verstöße" gegen das dort geltende Arbeitsrecht vor. 2014 habe die Gesellschaft rund 600, an mehr als einem Dutzend italienischer Flughäfen beschäftigte Arbeitskräfte illegal von anderen Unternehmen ausgeliehen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Zugausfälle verdoppeln sich in Deutschland

Bei der Bahn sind 2018 doppelt so viele Fernzugfahrten ausgefallen wie im Jahr davor. Die Zahl stieg von 1771 auf 3669, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht. Damit wuchs der Anteil an allen Fahrten von 0,6 Prozent auf 1,2 Prozent. Meist hat die Bahn die Ausfälle selbst zu verantworten, etwa wegen technischer Probleme.

Lufthansa und Amadeus setzen Zusammenarbeit fort

Die Airline und der GDS-Betreiber haben vereinbart, ihre IT-Partnerschaft fortzuführen. Dabei geht es nicht nur um das Passenger Service System Altéa. Amadeus wird auch zukünftig die IT-Systeme für Lufthansa, Austrian, Brussels Airlines und Swiss International zur Verfügung stellen – für Reservierung, Inventory und Abflugkontrolle. Das teilte der GDS-Betreiber auf der ITB mit.

Flöther bekommt als Sachwalter bei Air Berlin 22 Mio. Euro

Für die ersten Monate Arbeit bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bekommt Sachwalter Lucas Flöther rund 22 Mio. Euro. Diese Summe habe das Amtsgericht Charlottenburg ihm aus der Insolvenzmasse zugesprochen, sagte der Jurist aus Halle der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein Betrag, der dem Großteil der Bevölkerung natürlich erstmal sehr hoch erscheinen muss." Er ergebe sich aber aus sehr detaillierten gesetzlichen Regelungen. Die Vergütung decke nicht nur seine Arbeit ab, sondern vor allem die seiner 150 Mitarbeiter.

Flixbus startet Routen in drei Südstaaten

Nach den Strecken an der Westküste nimmt Flixbus Mitte März auch erste Linienfahrten in Texas, Louisiana und Mississippi auf. Am 14. März 2019 startet Flixbus erste Linienfahrten zwischen Baton Rouge, Biloxi, Houston, New Orleans und San Antonio.

Billigflieger Ryanair unterwirft sich Luftfahrt-Mediator

Auch wenn der umstrittene Billigflieger immer wieder beklagt, dass für die Verspätungen in Europas Luftfahrt nahezu ausschließlich die Air Traffic Control (ATC) verantwortlich sei, gibt sich Ryanair nun plötzlich lammfromm. Nach eigenem Bekunden verpflichtet sich der Billigflieger, die Mediationsempfehlungen der deutschen Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) anzunehmen.

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