Umweltfreundliche Mietwagen

Fahren unter Strom

PR

Die großen Mietwagenanbieter in Deutschland sind sich einig: 2011 wollen Avis & Co Elektrofahrzeuge in ihre Flotten aufnehmen. Davon können Firmen profitieren und ihre Ökobilanzen aufbessern.

Fans von Sebastian Vettel und Michael Schumacher werden den fast laut- los über die Straßen rollenden Autos vermutlich wenig abgewinnen können. Die neuen Modelle in den Flotten der Autovermieter sind eher etwas für Leisetreter: für Menschen, die sich ruhig und vor allem umweltschonend fortbewegen wollen. Avis, Europcar, Hertz und Sixt – sie alle wollen die Autohersteller dabei unterstützen, ihre ersten, massentauglichen Elektromobile auf die Straße zu bringen. Schon 2009 haben sie ihre Kooperationen mit verschiedenen Autobauern verkündet. Nun steht fest, wann die ersten Elektroautos in Deutschland ihren Weg in die Flotten finden werden.Den Anfang macht Europcar: „Wir starten Ende 2010 und integrieren die ersten Elektrofahrzeuge in unsere Flotte“, sagt Geschäftsführer Roland Keppler. Partner ist Renault mit seiner Tochter Nissan. Der Konzern hat auf der jüngsten Automobilausstellung IAA in Frankfurt vier Fahrzeugkonzepte vorgestellt, die in Serienproduktion gehen werden. Das Besondere: Die Renault-Modelle stoßen überhaupt keine Schadstoffe aus. Entsprechend heißt die Serie „Z. E.“, was für „Zero Emission“ (deutsch: null Ausstoß) steht.

Auch Avis setzt auf Renault

Und genau das soll die Autos für Firmenkunden interessant machen: „Schon jetzt berücksichtigen viele Unternehmen die Umwelt- und Energiebilanz ihrer Reisetätigkeit“, sagt Keppler. Er geht davon aus, dass viele Firmen die neuen Autos testen werden. Wettbewerber Avis liegen sogar schon erste Anfragen vor, wie Deutschland-Chef Frank Lüders bestätigt. Auch Avis setzt auf die Fahrzeuge von Renault-Nissan. „Diese werden ab 2011 in Europa, Afrika, im Nahen Osten und Asien verfügbar sein“, verspricht er.Bei Hertz wird es der Nissan Leaf sein, der ab 2011 den Weg in die Mietstationen finden soll. Mit einer Batterieladung schaffe die Limousine immerhin 160 Kilometer. „Noch ist es ein Auto für die Großstadt“, sagt Deutschland-Chef Elyes M’Rad und hat 200 Stück bestellt. Allein 50 davon sollen schon bald durch Berlin rollen. Nicht in Deutschland, sondern beim Nachbarn Dänemark sammelt Sixt Erfahrungen. Das Münchner Unternehmen testet dort den Citroën C1 mit Elektromotor. Zu den Kunden gehört der Windkraft-Spezialist Vestas, sagt Flottenchef Detlef Pätsch. Weit kommt allerdings auch dieser Mini nicht: Der Kleinwagen muss bereits nach 100 Kilometern zum Auf- tanken zurück an die Steckdose.

Die Vor- und Nachteile von Elektroautos

Für kurze Strecken: Elektroautos eignen sich besonders für die Innenstadt: Mit einer Batterieladung kommen die Autos oft nicht weiter als 200 Kilometer. Das Problem auf längeren Reisen ist, dass es kein dichtes Netz an Stromtankstellen gibt. Für die Umwelt: Da der Durchschnittsautofahrer lediglich 60 Kilometer pro Tag fährt, sind Elektroautos für viele geeignet. Wer sie nutzt, produziert keinerlei CO2-Emissionen. Allerdings entsteht bei der Stromproduktion selbst enorm viel CO2 – vor allem bei alten Kohlekraftwerken. Für die Geldbörse: Elektroautos sind sowohl im Betrieb als auch in der Wartung günstig. Nach heutigem Stand kostet eine Batterieladung für 100 Kilometer Reichweite lediglich ein bis zwei Euro.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats