Lesetipp

Südstaaten hautnah – und voller Spannung

Pendragon

In "Straße ins Nichts" lässt James Lee Burke seinen Ermittler Dave Robicheaux den 11. Fall erleben: temporeich, verschlungen und höchst spannend.

Gleich zweimal gewann James Lee Burke bereits den Egar-Allan-Poe-Award, für den Pullitzer-Preis wurde er nominiert, und auch in Deutschland kam der 84-jährige US-Krimiautor schon zu Ehren – mit dem Deutschen Krimipreis und dem Krimi des Jahres der "Zeit".

Seine bekannteste und beliebteste Reihe um den Ermittler Dave Robicheaux veröffentlicht nun der Bielefelder Pendragon-Verlag. Frisch erschienen ist soeben Band 11 mit dem Titel "Straße ins Nichts". Mit enorm viel US-Südstaaten-Ambiente geht es um einen Fall, der ähnlich verschlungen daherkommt wie das Labyrinth der Sümpfe und Mangrovenwälder, welches den Bundesstaat Louisiana prägt. Immer neue Wendungen steigern Tempo und Spannung des Romans, und die Figuren erweisen sich zunehmend als weder so böse noch so gut, wie sie anfangs erscheinen.

Dabei dreht sich alles um die junge Letty Labiche, die im Staatsgefängnis von New Iberia acht Jahre lang auf ihre Hinrichtung gewartet hat. Nach dem Tod ihrer Eltern waren sie und ihre Zwillingsschwester vom Henker Louisianas adoptiert und großgezogen. Doch dieser missbrauchte und quälte die beiden – Letty erschlug ihn.

Nun soll sie hingerichtet werden. Doch Dave Robicheaux, der nicht an die Schuld der jungen Frau glaubt, rollt den Fall neu auf. Und dabei stößt er auf die Spur seiner eigenen, vor mehr als 30 Jahren verschwundenen Mutter: Sie wurde von zwei Polizisten aus New Orleans brutal ermordet.

Robicheaux beginnt, Dinge aufzudecken, die – geht es nach Willen mächtiger Männer – besser für immer unter Verschluss geblieben wären.

James Lee Burke: Straße ins Nichts: Ein Dave-Robicheaux-Krimi, Band 11. Erschienen im Verlag Pendragon. 440 Seiten. Preis: 20 Euro. ISBN-13: 978-3865326751. Erhältlich und bestellbar in allen Buchhandlungen.



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