Lesetipp

Starke Stories statt leichter Lektüre

Diogenes

Urlaubslektüre und Adventskalender haben ursprünglich etwas gemein: Mittelmäßige Qualität verbindet sich mit fragwürdiger Auswahl. Eine Diogenes-Reihe zeigt, dass es auch anders geht.

Die Stunde der Wahrheit schlägt oft in den Leseecken von Ferienhotels und Frühstückspensionen: Die seichte, leichte Lektüre, die Urlauber hier für andere Feriengäste hinterlassen haben, hinterlässt beim Leser den Eindruck eines Fastfood-Menüs. Schon nach kurzer Zeit stellt sich gähnende Leere ein – und Appetit auf "was Richtiges".

Und da kommen die "Gefährlichen Ferien" von Diogenes ins Spiel: Vor gut drei Jahren hat der Verlag seine neue Reihe gestartet, mittlerweile sind ein Dutzend der Taschenbücher erschienen. In diesem Jahr geht es literarisch nach Skandinavien sowie Richtung Bretagne und Atlantikküste – und beide Bände zeigen, was den Erfolg der Serie ausmacht: spannende, hochwertige Geschichten von einer Autorenriege, die von absoluten Klassikern bis zu ambitionierten Newcomern reicht.

So ist die nordische Heimat der Krimischriftsteller durch Jussi Adler-Olsen, Inga Lindström, Henning Mankell und Jo Nesbø, aber eben auch durch Judith Hermann und Kurt Tucholsky vertreten. Und das "Savoir-mourir" im Westen Frankreichs vereint aktuelle Bestseller wie Martin Walker, Alex Capus und Fred Vargas mit Altmeistern wie Gustave Flaubert, Marguerite Duras und Honoré de Balzac. Fesselnde Lektüre passend zum Urlaubs- oder Sehnsuchtsort ist garantiert, ob nun als Reisevorbereitung, als Ferienbegleiter oder nach Rückkehr gegen den Alltagskoller.

Hier geht es zu den Leseproben Skandinavien und Bretagne und Atlantikküste.

Gefährliche Ferien. Erschienen bei Diogenes, 272 Seiten, Preis: 10 Euro. ISBN: 978-32572448-61 (Bretagne) bzw. -78 (Skandinavien).
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