Lesetipp

Harry Hole ganz unten

Ullstein

Harry Hole ist wieder da! Bereits zum zwölften Mal schickt Jo Nesbø seinen norwegische Ermittler mit dem Hang zur Selbstzerstörung und dem Faible für Rockmusik auf Verbrecherjagd.

Dabei ist der Kriminalist in „Messer“ – mal wieder – ganz unten angekommen: Seine Frau Rakel hat ihn wegen eine Affäre vor die Tür gesetzt und in seinem Selbstmitleid hat er wieder zu Trinken angefangen. Doch es soll noch schlimmer kommen. Gerade eben hat er  in einem scheinbar glasklaren Mordfall den wahren Täter überführt und seinen Kollegen einmal mehr gezeigt, dass er der beste Ermittler in und um Oslo ist, da bricht seine schon lange nicht mehr heile Welt endgültig zusammen und er rückt selbst ins Visier der Polizei.


Jo Nesbø zeigt mit seinem neuen Hole-Roman einmal mehr, warum er zu Recht zu den Top-Krimiautoren in Skandinavien, ach was, weltweit gehört. Gewohnt virtuos und rasant schickt er den Leser gemeinsam mit Hole auf eine kriminalistische Achterbahnfahrt. Täter-Spuren erscheinen glasklar, entpuppen sich dann aber ums andere Mal als falsche Fährte und zwingen geradezu zum atemlosen weiterlesen. Mitunter trägt Nesbø dabei etwa zu dick auf; auch der Versuch, die aktuelle Klimadebatte mit einzubauen, wirkt etwas bemüht und wäre verzichtbar gewesen. Doch dies trübt den Lesespaß auf den fast 600 Seiten höchstens kurz. Denn schon tut sich eine neue Spur bis zum gewohnt überraschenden Finale auf!

Jo Nesbø, Messer. Ullstein Buchverlage, 576 Seiten, Preis: Hardcover 24 Euro. ISBN 978-3-550-08173-6

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