Wochenschau

Heino rettet die Reisebranche

Die Situation in der Touristik ist derzeit nicht einfach. Deshalb hier die meist unterschätzten Meldungen der vergangenen Tage, die für eine bessere Wochenend-Laune sorgen.

von Klaus Hildebrandt, 22.01.2016, 13:36 Uhr

In der neuen fvw vom Freitag geht es natürlich um die aktuelle Lage, zum Beispiel in einem fvw Round Table zu Urlaubsreisen in unsicheren Zeiten oder in einem Interview mit dem türkischen Tourismusminister über die Folgen des Anschlags von Istanbul. Es ist nur menschlich, dass auch Mitarbeiter der Reisebranche Zerstreuung suchen. Die Meldung, dass Sonnenklar.TV sich wegen der Slum-Fotos von Carmen Geiss von den Geissens als Markenbotschafter trennt, war am Mittwoch auf fvw.de meist geclickt und fand den Weg in alle Publikumsmedien. Ein geschickter Medien-Schachzug von Sonnenklar-Chef Andreas Lambeck, denn der Vertrag mit "Rooooobert" und seiner Gattin wäre sowieso im August ausgelaufen. Bei FTI gingen schon mehrere Bewerbungen ein, nach dem Motto: "Ich sehe besser aus als Carmen Geiss und würde gerne für Sie Werbung machen." Ob darunter auch Branchenpromis sind, ist nicht bekannt.

Die zweite Knaller-Meldung Lambecks dieser Woche geht dabei glatt unter: Schlagerstar Heino, der in El Gouna zwei Konzerte für 800 Kreuzfahrtgäste von Sonnenklar.TV gab, erhielt vom stellvertretenden Innenminister und dem Gouverneur der Region die ägyptische Ehrenmedaille verliehen. Heino will wiederkommen und als Dankeschön ein selbst komponiertes Seemanslied über das Rote Meer singen. Wie wäre es in Anlehnung an das norddeutsche Liedgut mit "Urlauber, komm bald wieder" oder "Einmal noch nach Hurghada oder nach Schanghai..."? Das wirklich Positive an der Nachricht: Die Erlöse der beiden Reisen wurden an die Stiftung Fly & Help von Reiner Meutsch gespendet, die mit Unterstützung vieler Reiseunternehmen in Entwicklungsländern Schulen baut.

Es gibt weitere gute Nachrichten der Woche: Der Hamburger Flughafen bekommt den Namenszusatz "Helmut Schmidt". Das passt nicht nur zu den herausragenden Verdiensten des Altkanzlers. Er wohnte zudem in Hamburg-Langenhorn – und es ist nie bekannt geworden, dass er sich (anders als eine örtliche Bürgerinitiative) über den Fluglärm beschwert hat. Nur, dass in Flugzeugen nicht mehr geraucht werden darf, fand er bestimmt nicht gut.

Einen künstlerischen Wettbewerb startet der Tourismusverband Sächsische Schweiz: Er sucht Vorschläge für die Vorderseite des berühmten Bildes "Wanderer über das Nebelmeer" von Caspar David Friedrich, auf dem der Wanderer nur von hinten zu sehen ist. Dass das im Elbsandsteingebirge entstandene Bild den Vorsitzenden des Tourismusverbands Klaus Brähmig (MdB) zeigt, ist aber nur ein Gerücht. In Berliner Bundestagskreisen ist die Region wegen des Enthusiasmus des Tourismuspolitikers für seine Heimat schließlich auch als "Brähmische Schweiz" bekannt.

Der originellste Werbespot der Woche kommt von Fewo-Direkt, die sich über Airbnb lustig machen. Deshalb share ich jetzt meine Wünsche für ein gutes Wochenende mit Ihnen!

Kommentare

von Wulf Raudonat, 25.01.16, 09:42
Der erste Kommentar, wird wohl auch der Einzige bleiben....ist ja was "Positives", das passt nicht in das Weltbild des "Normaltouristikers", >seufz>

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