UNWTO

Tourismus muss bei Sicherheit mitreden

Sicherheitsmaßnahmen von Regierungen dürfen das Reisen nicht unnötig belasten, fordert Taleb Rifai, Chef der Welt-Tourismusorganisation. Die Branche müsse sich aktiv einbringen.

von Klaus Hildebrandt, 09.03.2016, 07:41 Uhr
Taleb Rifai leitet die Welt-Tourismusorganisation UNWTO, die zu den Vereinten Nationen gehört.
Foto: fvw/Klaus Hildebrandt

Die Tourismusverantwortlichen sollten stärker in die Planung von Sicherheitsmaßnahmen eingebunden werden, forderte Taleb Rifai am Dienstag vor der Presse in Berlin. „Sicherheit steht an erster Stelle, aber die Kontrollen und Prozesse dürfen das Reisen nicht über Gebühr behindern“, so der Generalsekretär der Welt-Tourismusorganisation UNWTO.

Die Regierungen nehmen die Anregungen der Reisebranche aber inzwischen ernster, so Rifais Erfahrung. „Tourismus stellt weltweit neun Prozent des Bruttosozialprodukts und jeden elften Job. Das wird wahrgenommen.“

Sorge bereitet ihm die Reaktionen auf die Flüchtlingsströme in Europa: „Das Schengen-Abkommen ist eine großartige Errungenschaft, aber jetzt in Gefahr.“ Sollte das Europa der freien Grenzen scheitern, hätte dies für den Reiseverkehr unabsehbare Folgen. „Wir bräuchten stattdessen ein Schengen weltweit“, so der Jordanier.

Trotz aller Krisen erwartet Rifai 2016 ein weiteres Plus bei den internationalen Ankünften. „Der Tourismus ist widerstandsfähig und auf gutem Weg, das Ziel von 1,5 Mrd. Ankünften im Jahr 2030 zu erreichen“, sagte Rifai. Im vergangenen Jahr gab es einen Zuwachs von vier Prozent auf 1,2 Mrd. Einreisen mit mindestens einer Übernachtung.

Neben der Verunsicherung durch Terror gebe es auch immer wieder Erfolgsgeschichten. So erwartet er für den Iran nach dem Atomabkommen aufgrund der reichhaltigen Kulturschätze „Millionen von Besuchern“ in den nächsten Jahren. Auch Kuba boome wegen der diplomatischen Annäherung mit den USA.

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