Mietwagen

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15.03.2012, 10:05 Uhr

Sixt fährt im 99. Jahr Rekordgewinn ein

Der Mietwagen-Anbieter Sixt feiert in diesem Jahr großes Jubiläum – und zwar mit einem Rekordgewinn. Vor Steuern lieferte Erich Sixt zum Jahresende 2011 knapp 139 Mill. Euro ab.

Erich Sixt führt den Autovermieter Sixt, der in diesem Jahr 100-Jähriges feiert.
Foto: Sixt

Der Mann ist nicht aufzuhalten: Erich Sixt, Deutschlands größter Autovermieter, blickt bereits auf eine Vielzahl von Rekordjahren zurück. 2011 war wieder so eins: Sixt hat den Gewinn vor Steuern (EBT) um 36 Prozent auf den Rekordwert von 138,9 Mill. Euro verbessert. Der Überschuss zog um 38 Prozent auf 97,5 Mill. Euro an. Das teilte das Unternehmen, das am heutigen Donnerstag seine Zahlen in München vorlegt, am Morgen mit. Der Konzernumsatz legte um zwei Prozent auf knapp 1,6 Mrd. Euro zu. Für die Aktionäre, Erich Sixt hält das Gros der Anteile, bedeutet das die Aussicht auf eine fette Dividende: Sixt stellt 60 Cent je Stammaktie und 62 Cent je Vorzugsaktie plus Bonus von je 15 Cent in Aussicht.

Im Bereich Autovermietung ist Sixt besonders im Ausland gewachsen. Unter anderem ist der Konzern mittlerweile in den USA, in Florida unterwegs, wo er an vier Standorten vertreten ist. Das soll weiter ausgebaut werden, wie Sixt am Donnerstag noch einmal betonte. Im Ausland erhöhten sich die Erlöse 2011 um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Gros seines Geschäfts macht Sixt allerdings in Deutschland. Aber auch hier erzielte der Dienstleister ein Umsatzplus von 7,2 Prozent. Insgesamt konnte Sixt die Vermieterlöse 2011 um 10,9 Prozent auf 895,7 Mill. Euro steigern.

2012 steigen die Kosten

Sixt begründet die positive Entwicklung seines Unternehmens unter anderem mit einer lebhaften Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen bei Geschäfts- aber auch Privatkunden. Zudem seien die Vermietpreise weitgehend stabil geblieben. Wie schon in den Vorjahren verfolge Sixt weiterhin die Strategie „Ertrag vor Umsatz“, was sich ebenfalls auszahle. Zudem sei das Unternehmen effizienter geworden.

Seit Juni 2011 engagiert sich Sixt gemeinsam mit BMW im Bereich Carsharing mit dem Angebot Drive Now. Das Gemeinschaftsunternehmen zähle bereits 18.000 Mitglieder, was Sixt als Erfolg wertet. In München, Berlin und Düsseldorf prägen die Drive-Now-Autos bereits das Stadtbild. Als nächstes sei eine Expansion im europäischen Ausland geplant. Langfristig soll Drive Now sogar zu einer globalen Marke werden. Der Weg dahin ist allerdings lang.

Für 2012, dem 100. Jahr der Firma Sixt, bleibt Erich Sixt wie gewohnt vorsichtig. Ein weiterer Anstieg der Vermieterlöse und des Leasing-Umsatzes sei möglich, so der Vorstandschef. Allerdings rechnet er auch mit höheren operativen Kosten. Die Ertragslage werde erneut gut ausfallen, versprach Sixt. Aber das hohe Niveau von 2011 werde wegen des allgemein erwarteten globalen Abschwungs nur schwer zu erreichen sein.


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