Ryanair will der Wettbewerbszentrale beitreten

09.03.2005, 00:00 Uhr

Michael O’Leary, Chef des Billigfliegers Ryanair, hat verkündet, er wolle der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (Bad Homburg) beitreten. Außerdem fordert er die Wettbewerbszentrale auf, ihre Mitgliederliste offen zu legen. Damit setzt er den Streit um den Namen des Flughafens Weeze fort. O’Leary will Weeze als Düsseldorfer Flughafen kennzeichnen, erhielt aber bereits von der Wettbewerbszentrale Abmahnungen für diverse Namensvarianten. Der Ire unterstellt, dass die Wettbewerbszentrale, die von 1600 Unternehmen getragen wird, im Interesse der Lufthansa und des Flughafens Düsseldorf agiere, weil diese Mitglieder seien. Die Wettbewerbszentrale hält dem entgegen, dass Verbraucher durch die Namensgebung irregeführt würden. Das Landgericht Köln hatte Ryanair im November 2003 bereits verboten, den Flughafen bei Weeze als "Niederrhein (Düsseldorf)" zu bezeichnen. Dieser Name für einen Flughafen, der tatsächlich 70 Kilometer von Düsseldorf entfernt liegt, sei eine Irreführung der Fluggäste, urteilten die Richter.

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